SNB interveniert erneut mit Milliarden am Devisenmarkt

SNB Zürich
SNB-Sitz Zürich. (© SNB)

Zürich – Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat auch in der vergangenen Woche mit mehreren Milliarden am Devisenmarkt interveniert. So legten die Sichteinlagen von Bund und Banken bei der SNB in der vergangenen Woche um 4,7 Mrd auf 548,2 Mrd CHF zu, wie den am Montag publizierten Zahlen entnehmen ist. Die Statistik gilt als Richtschnur für den Umfang der SNB-Interventionen.

Bereits in der Woche davor waren die Einlagen um gut 4 Mrd CHF gestiegen. Seit Jahresbeginn resultiert damit ein Zuwachs von gut 19 Mrd CHF. Der Anstieg kann aber nicht vollumfänglich auf Eingriffe der SNB am Devisenmarkt zurückgeführt werden, da auch saisonalle Effekte im Bargeldumlauf eine Rolle spielen.

In unsicheren Zeiten erhalte der Franken wieder verstärkte Aufmerksamkeit in seiner Funktion als «sicherer Hafen», hiess es am Markt. Unter Druck steht dabei demgegenüber der EUR, wegen der politischen Unsicherheiten durch die bevorstehenden Wahlen in Frankreich und dem Aufflackern der Griechenland-Krise. Derzeit kostet ein Euro 1,0658 CHF und damit knapp einen Rappen weniger als Anfang Jahr.

Aus charttechnischer Sicht sei nach dem Unterschreiten der Unterstützung von 1,08 CHF im vergangenen November ein schwacher mittelfristiger Abwärtstrend beim Währungspaar EUR/CHF gegeben, schreiben die Devisentechniker der ZKB im Kommentar. Erst ein Anstieg über die Marke von 1,08 würde den mittelfristigen Ausblick entlasten.

Die Nationalbank selbst wollte den Anstieg der Einlagen gegenüber AWP nicht kommentieren. (awp/mc/ps)

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