«Solarstrom macht Schule»: 8 Mio Franken für Solaranlagen auf Schulhäusern

Solaranlage
Elektroinstallateure bei der Montage einer Dach-Solaranlage. (Foto: CKW)

Elektroinstallateure bei der Montage einer Dach-Solaranlage. (Bild: CKW)

Luzern – Luzerner Gemeinden können jetzt einfacher in die eigene Solarstromproduktion einsteigen. Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) stellt ihnen acht Millionen Franken zur Verfügung, um auf Schulhausdächern Solarstrom zu produzieren. Damit bietet CKW den Gemeinden eine Starthilfe für ihren verantwortungsbewussten Beitrag an die kantonalen Energieziele. Die neuen Solaranlagen sollen Strom für rund 800 Haushalte liefern und zugleich den Luzerner Schülerinnen und Schüler die erneuerbaren Energien näherbringen.

Alle Gemeinden im Versorgungsgebiet von CKW können dank der Unterstützung voraussichtlich innert der nächsten zwei Jahre mindestens eine Solaranlage auf einem Schulhausdach erstellen. CKW finanziert dabei bis zu Zweidrittel der Anlage. Die Gemeinden sind Bauherr und Betreiber der Anlage und werden auf Wunsch von CKW fachlich begleitet. Das Programm für die Luzerner Gemeinden dient als Alternative zur überlasteten Kostendeckenden Einspeisevergütung des Bundes (KEV).

Neue Erträge für die Gemeinden
Die Gemeinden erhalten die Erträge aus der Stromproduktion und können damit sowohl die laufenden Betriebskosten decken als auch ihre Solaranlage über 25 Jahre amortisieren. CKW vergütet den produzierten Strom mit dem aktuellen Marktpreis, der stündlich an der Strombörse ermittelt wird. Dieser Börsenpreis bildet den realen Wert des Stroms zum Zeitpunkt der Produktion ab.

Schüler entdecken Solarstrom
Mit dem innovativen Programm stärken die Luzerner Gemeinden und CKW gemeinsam die erneuerbaren Energien und bringen diese auch den Schülerinnen und Schülern näher. Dazu werden in den Schulhäusern Monitore installiert, die minutengenau die Produktion der Solaranlage und weitere Kennzahlen anzeigen.

Grosszügige Starthilfe in angespannter Finanzsituation
Mehrere Gemeinden baten CKW in der Vergangenheit bereits um eine Zusammenarbeit im Solarbereich. „Mit dieser Solarinitiative können wir nun allen Gemeinden eine grosszügige Starthilfe und gleichlange Spiesse bieten, damit sie sich trotz ihrer angespannten Finanzsituation für die erneuerbaren Energien engagieren können.“, erläutert Felix Graf, Leiter Energie und Geschäftsleitungsmitglied bei CKW.

Strom für 800 Haushalte von 40‘000 Quadratmetern Dachfläche
Wenn jede Luzerner Gemeinde eine Solaranlage mit einer Leistung von 50 Kilowatt installiert, können bereits bis Ende 2014 Anlagen im Gesamtwert von 12 Millionen Franken gebaut werden. Auf einer Dachfläche von rund 40‘000 Quadratmetern, was der Fläche von fünf Fussballfeldern entspricht, könnten die Gemeinden Strom für etwa 800 Haushalte produzieren.

„Für uns war bei der Erarbeitung der neuen Produktionsstrategie von Anfang an klar, dass wir auf Solaranlagen auf Dächern, auf eine grosse Freiflächen-Forschungsanlage (Schweissmatt) sowie eine erhöhte Einspeisevergütung für unabhängige Solarstromproduzenten setzen wollten“, sagt Felix Graf. Deshalb begann CKW bereits vor einem Jahr, das Unterstützungsprogramm für die Gemeinden zu planen.

Regierungsrat Küng würdigt Solarinitiative
An der Medienkonferenz vom Donnerstag würdigte Regierungsrat Robert Küng die Solarinitiative als „ausgezeichnete Gelegenheit für die Gemeinden und CKW, Hand in Hand der Solarenergie im Kanton Luzern einen Schub zu verleihen.“ Als Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements betonte er, dass sich die Initiative durch ihre gesellschaftlich-pädagogischen Impulse für die Jugend und die wirtschaftlichen Impulse für die regionalen Installateure auszeichne. (CKW/mc/ps)

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