Standard Life Aberdeen strebt Reduzierung der Emissionen um 50% bis 2025 an

Standard Life Aberdeen strebt Reduzierung der Emissionen um 50% bis 2025 an
Stephen Bird, CEO von abrdn. (Foto: abrdn)

Zürich – Standard Life Aberdeen hat seine Bestrebungen zur Bekämpfung des Klimawandels intensiviert und wird ausgehend von den Werten in 2018 die betriebsbedingten Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen bis 2025 um 50% reduzieren. Dies ist ein weiterer Meilenstein für die Verwirklichung der Netto-Null-Emissionen bis 2050. Darunter fallen auch die Emissionen aus Geschäftsreisen und der Tätigkeit im Homeoffice.

Infolge der Pandemie und dadurch bedingten Abnahme der Emissionen an den Standorten des Unternehmens sowie aus Geschäftsreisen hat sich die operative CO2-Bilanz von Aberdeen Life Aberdeen erheblich verbessert. So sank der Anteil der Reisetätigkeit an den Gesamtemissionen von 65% im Jahr 2019 auf lediglich 14% im Jahr 2020. Mithilfe technologischer Möglichkeiten wird der Vermögensverwalter auch zukünftig die Zahl der Geschäftsreisen ausgehend von dem Niveau vor der Pandemie weiter senken.

Hingegen wurde der Faktor Heimarbeit durch den Anstieg von 1% auf 95% im vergangenen Jahr zur grössten Emissionsquelle und macht mittlerweile über die Hälfte des CO2-Fussabdrucks von Standard Life Aberdeen aus.

Mitarbeiter können neu ihre CO2-Bilanz im Homeoffice messen
Da Heim- oder hybride Arbeitsmodelle zukünftig zum festen Bestandteil der Arbeitswelt werden dürften, hat Standard Life Aberdeen eine Strategie entwickelt, um die durch das Homeoffice entstehenden Emissionen zu senken. Errechnet werden diese Emissionen anhand anerkannter, solider und geprüfter Modelle und in Kooperation mit dem Umwelttechnologieunternehmen Pawprint. Pawprint ermöglicht es Mitarbeitern, ihre CO2-Bilanz mittels einer Reihe von massgeschneiderten Fragen und Hilfestellungen zu messen, zu überwachen und zu reduzieren.

Der Vermögensverwalter ist einer der ersten Nutzer der Pawprint for Business-App, die es dem Unternehmen ermöglicht, anonymisierte Daten in Bezug auf Heimarbeit zu sammeln. Darüber hinaus informiert die App Mitarbeiter über ihre Beiträge zur CO2-Bilanz und fordert sie bei Bedarf dazu auf, diese Emissionen zu reduzieren.

Stephen Bird, Chief Executive Officer, kommentiert: „ESG ist keine ergänzende Tätigkeit. Wir stehen alle in der Verantwortung und müssen unsere Fortschritte im Bereich ESG kontinuierlich analysieren. Worten müssen Taten folgen. Und wir müssen zur Rechenschaft gezogen werden können – dies geschieht am besten durch klare und spezifische Zielsetzungen sowie eine transparente und glaubwürdige Berichterstattung. Als Unternehmen erreichen wir Klimaneutralität, indem wir 100% unserer betriebsbedingten CO2-Emissionen ausgleichen. Durch die Ausweitung unserer Klimaschutzbemühungen wollen wir einen konstruktiven Beitrag zur Dekarbonisierung
leisten.“

Paola Bissoli, Director Business Development, ergänzt: „Wenn es um ESG geht, muss man bei sich selbst zuerst anfangen. Nur wer selbst ESG-Grundsätze konsequent umsetzt, verfügt auch über entsprechende Glaubwürdigkeit bei den Investoren. In der Debatte um Engagement versus Ausschluss wählen wir daher auch oft das Engagement und begleiten Unternehmen beratend auf dem Weg zur Klimaneutralität. So können wir auch Firmen in das Anlageuniversum aufnehmen, die vielleicht das Einhalten bestimmter Vorschriften bisher knapp verfehlt haben, sich aber verbessern. Damit verfügen wir über eine direkte Einflussnahme und können so einen Beitrag zum Wandel leisten.

Standard Life Aberdeen betrachtet nicht nur ihre eigenen betriebsbedingten Emissionen, sondern tritt auch in einen Dialog mit ihrer Lieferkette. So fordert das Unternehmen seine Hauptlieferanten zum Beispiel dazu auf, eigene Ziele zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2025 zu formulieren.“ (SLA/mc)

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