Stiftung finanziert Lehrstuhl für Muttermilch-Forschung

Universität Zürich

Handshake zwischen dem UZH-Rektor Michael Hengartner und dem Stiftungsratspräsidenten der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung – Michael Larsson. (Bild: UZH; Frank Brüderli)

Zürich – An der Universität Zürich entsteht weltweit der erste Lehrstuhl in der Medizin für Muttermilchforschung. Die Stiftungsprofessur ist darauf ausgerichtet, neue Erkenntnisse über die Inhaltsstoffe von Muttermilch und ihre funktionellen Eigenschaften zu gewinnen. Die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung hat den neuen Lehrstuhl initiiert und finanziert ihn mit 20 Millionen Franken. Der Familie Larsson gehört die Firma Medela, einem Hersteller von Milchpumpen und medizinischer Vakuumtechnologie.

Der Einfluss von Muttermilch ist gross: Als Immunschutz und Prävention gegen Allergien beeinflusst sie die Gesundheit von Kindern bis ins Erwachsenenalter positiv; zudem verringert sie die Kurzzeit-Morbidität von Früh- und Neugeborenen. Insgesamt ist das Thema Stillen und Muttermilch erstaunlicherweise zu wenig erforscht. Mit dem Ziel, bestehende Wissenslücken zu schliessen und neue Erkenntnisse und Zusammenhänge zum Thema zu gewinnen, finanziert die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung den weltweit ersten Lehrstuhl für Muttermilchforschung im Bereich Medizin.

Der Lehrstuhl wird ab 2016 an der Universität Zürich eingerichtet und auf unbestimmte Zeit, mindestens aber 25 Jahre betrieben. Der Betrag von 20 Millionen Franken wird einmalig an die UZH-Foundation überwiesen, welche die Mittel dem Förderzweck entsprechend einsetzt.

Einbindung des UniversitätsSpitals und des Universitäts-Kinderspitals 
Der künftige Lehrstuhl steht unter dem Patronat von Felix Sennhauser, Ärztlicher Direktor des Universitäts-Kinderspitals Zürich und Dirk Bassler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neonatologie am UniversitätsSpital Zürich. Die Stiftungsprofessur wird von den international renommierten Longitudinalstudien des Kinderspitals und von der Neonatologie des UniversitätsSpitals mit ihrer Spezialisierung auf evidenzbasierten Methoden profitieren können.

Einzigartiger Stiftungszweck
Die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung fokussiert als weltweit einzige Stiftung die Themen Muttermilch und Stillen. «Die Stiftung hat sich für eine Schenkung an die Universität Zürich entschieden, weil sie hier ein aussichtsreiches medizinisches Forschungsumfeld vorgefunden hat, das eine hochstehende interdisziplinäre Forschungstätigkeit in der Grundlagenforschung wie in der klinischen Forschung ermöglicht», sagt Michael Larsson, Stiftungsratspräsident der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung, die 2013 mit dem Ziel gegründet wurde, die wissenschaftliche und öffentliche Anerkennung von Muttermilch als beste Ernährung  für Neugeborene zu fördern. Der Familie Larsson gehört die Firma Medela, einem Hersteller von Milchpumpen und medizinischer Vakuumtechnologie.

Zweiter Lehrstuhl in Perth
Zeitgleich und ergänzend zur Donation der Professur an der Universität Zürich finanziert die Stiftung auch an der University of Australia (UWA) in Perth einen Lehrstuhl für Human Lactology. Es ist der weltweit erste Lehrstuhl in der Biochemie zur Muttermilchforschung und wird von der Stiftung mit 8,6 Millionen australischen Dollar finanziert. (Universität Zürich/mc/pg)

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