Unterschiedliche Arbeitsmoral spaltet Generationen

Sven Hennige

Sven Hennige, Managing Director Central Europe Robert Half International.

Zürich – Die Zusammenarbeit mit Kollegen verschiedener Generationen funktioniert nicht immer reibungslos: Besonders Unterschiede in der Arbeitsmoral sind eine Hürde, die für ein funktionierendes Teamwork zwischen Babyboomern, Generation X und Generation Y zu nehmen ist.

So sieht etwa ein Drittel der Personal- und Finanzexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Einstellung zur Work-Life-Balance als grösste Herausforderung. Dies ermittelte der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half im Rahmen seiner Studie Workplace Survey.

  • Generation Y – geboren zwischen 1979 und 1999: Ichbezogen, technologieaffin, hat sehr viele Möglichkeiten
  • Generation X – geboren zwischen 1965 und 1978: Ambitioniert, individualistisch, ehrgeizig
  • Babyboomer – geboren zwischen 1946 und 1964: Erfolgreich, liberal, möchten entschleunigen

Insbesondere Babyboomer in Österreich und der Schweiz sowie die Generation X in Deutschland haben Schwierigkeiten mit der Arbeitseinstellung der nicht-gleichaltrigen Kollegen. Die Generation Y sieht am wenigsten Reibungspunkte aufgrund differierender Meinungen hinsichtlich der Work-Life-Balance. Ein weiteres Hindernis für einen harmonischen Arbeitsablauf ist für fast jeden fünften Experten ein voneinander abweichender Kommunikationsstil. Insbesondere die Generation Y meint, nicht die Sprache der älteren Kollegen zu sprechen.

Win-Win-Situation
Aber es gibt auch positive Auswirkungen: Die Bandbreite an Fachwissen ist vor allem für Schweizer (43 Prozent) und österreichischen (47 Prozent) HR- und Finanzmanager der grösste Vorteil in der Zusammenarbeit verschiedener Generationen. Die Fach- und Führungskräfte in Deutschland schätzen primär die facettenreichen Standpunkte, die in die Zusammenarbeit einfliessen (43 Prozent).

Gegenseitige Toleranz
„Aufgrund unterschiedlicher Denkweisen und Verhaltensmuster der Babyboomer sowie der Generationen X und Y ist gegenseitige Toleranz sowie das miteinander Sprechen am Arbeitsplatz sehr wichtig. So beeinflussen alle selbst, ob der Generationenmix ein Potenzial oder eine Herausforderung darstellt“, sagt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. „Doch auch Vorgesetzte können das Verständnis im Team durch gemeinsame Unternehmungen stärken, bei denen sich die Mitarbeiter von der privaten Seite kennenlernen können.“

Weitere Ergebnisse präsentiert Robert Half im Booklet „Viele Generationen – ein Team“ und zeigt, wie Unternehmen dieses Wissen zur Mitarbeiterbindung nutzen können. (Robert half/mc/ps)

Über das Booklet „Viele Generationen – ein Team“
Mit dem Ziel, Genaueres über Karrierevorstellungen der verschiedenen Generationen zu erfahren, befragte Robert Half 2.400 HR- und Finance-Manager in Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Ergebnisse der Befragung wurden im Booklet „Viele Generationen – ein Team“ zusammengefasst. Die Studie wurde in der zweiten Jahreshälfte 2010 durchgeführt. Weitere Ergebnisse senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Über Robert Half International

Robert Half ist weltweit das führende spezialisierte Personaldienstleistungsunternehmen für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.