VP Bank Spotanalyse: Die SNB hält am Kurs fest

Thomas Gitzel
von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Vaduz – Die neueste vierteljährliche geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im Grunde ein «Non-Event». Die Bank beliess das Zielband für den Libor (0 bis 0.25%) und ihre Wechselkursuntergrenze für den Schweizer Franken (1.20 zum Euro) unverändert. Die SNB wiederholte auch, dass sie bereit sei, die Wechselkursuntergrenze «durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchzusetzen».

Die SNB rechnet für das Jahr 2014 mit einer im Vergleich zur September-Prognose (0.3%) geringfügig niedrigeren Inflationsrate von nun 0.2%, für den BIP-Zuwachs 2014 wird ein Plus von 2% veranschlagt. Die SNB wiederholte auch ihre Bedenken, dass die Aussicht auf ein anhaltend niedriges Zinsniveau zu einem weiteren Aufbau von Ungleichgewichten auf dem Immobilienmarkt führen könne. Der antizyklische Kapitalpuffer sei ein Instrument, mit dem die Widerstandsfähigkeit der Banken gestärkt werden könne.

SNB hält Kurs
Die SNB hält Kurs: Aus Inflationsgesichtspunkten besteht zur Anpassung des Libor-Zielbandes keine Notwendigkeit. Die Konstellation am Schweizer Geldmarkt dürfte deshalb im kommenden Jahr unverändert bleiben. Risiken am Immobilienmarkt werden weniger über eine Anhebung des Zinsniveaus aufgefangen, sondern vielmehr über den antizyklischen Kapitalpuffer der Geschäftsbanken. (VP Bank/mc/ps)

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