Weltweite Bankeninitiative für mehr Klimaschutz

Weltweite Bankeninitiative für mehr Klimaschutz
(Pixabay)

Frankfurt / Genf – Banken rund um den Globus verpflichten sich zu mehr Klimaschutz. In der «Net-Zero Banking Alliance» streben die Geldhäuser an, ihren Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid bestmöglich zu verringern. Ziel der von der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms angestossenen Allianz ist es, bis spätestens 2050 die CO2-Emissionen aus Geschäftsbetrieb sowie Kredit- und Investmentportfolios auf netto Null zu senken.

Zum Start am Mittwoch unterstützen 43 Banken aus 23 Ländern die Initiative. Darunter sind unter anderen die Bank of America, BNP Paribas, die Credit Suisse, HSBC, Morgan Stanley, Santander, Société Générale und die UBS.

«Banken werden eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen, und die Gründung der Net-Zero Banking Alliance ist ein wichtiger Schritt hin zu schnellen und koordinierten Massnahmen», befand Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Manfred Knof, erklärte: «Mit der freiwilligen Net-Zero-Verpflichtung unterstreichen wir unsere Entschlossenheit, die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.»

Klimaschutz wird in der Finanzbranche zunehmend grossgeschrieben. Ende Juni beispielsweise verpflichteten sich diverse Banken in Deutschland in einer von der Triodos Bank und der Umweltorganisation WWF vorangetriebenen Initiative, ihre Kredit- und Investmentportfolios im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten.

Kern des Pariser Abkommens von 2015 ist die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Anfang Dezember erklärten die deutschen Sparkassen, sie wollten dazu beitragen, dass weniger CO2 ausgestossen und insgesamt umweltbewusster gewirtschaftet werde. Umwelt- und Klimaschützer bezweifeln regelmässig, dass solche Selbstverpflichtungen ausreichen. (awp/mc/ps)

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