Zürich gehört zu den aufstrebenden Hotspots für Rechenzentren

Rechenzentrum
(Photo by Massimo Botturi on Unsplash)

Zürich – Eine Studie von Cushman & Wakefield beleuchtet den europäischen Markt für Rechenzentren. Neben den etablierten Top-Standorten boomen zahlreiche neue Standorte – unter anderem Zürich. Nicht zuletzt hat die Corona-Pandemie den Trend angefeuert, Rechenzentren näher bei den Nutzern zu betreiben. Gerade Schweizer Kunden legen Wert darauf, ihre Daten nicht auf ausländischen Servern zu speichern.

Neue Untersuchungen von Cushman & Wakefield zeigen auf, dass sich in Europa Städte wie Berlin, Mailand, Madrid oder Zürich zu neuen Hotspots für Rechenzentren entwickelt haben. Lange wurde der Markt von Städten mit eigenen Geschäfts- und Finanzsektoren wie London, Paris oder Amsterdam dominiert, doch kämpfen diese zunehmend mit Einschränkungen wie Energiemangel oder Moratorien für den Bau neuer Rechenzentren. Die Covid-19-Pandemie hat den Trend, Daten dezentraler zu speichern, vorangetrieben, da weiterhin Millionen Berufstätige im Homeoffice arbeiten und sich Kundenanforderungen entsprechend verändert haben. Gemäss Report von Cushman & Wakefield sind die Städte Reykjavik, Berlin, Warschau, Oslo und Zürich auf dem besten Weg, in den nächsten fünf bis zehn Jahren die fünf grössten europäischen Sekundärmärkte für Rechenzentren zu werden.

Verdoppelung der Kapazität
Im Raum Zürich wird sich die Kapazität nahezu verdoppeln. «Als Finanzzentrum und grösste Stadt der Schweiz verfügt Zürich über einen florierenden Markt für Rechenzentren», sagt Robert Hauri, CEO und Mitinhaber von SPG Intercity Zurich. «Hier betreiben einerseits die globalen Player wie Google, Microsoft, Oracle und Equinix Rechenzentren für ihre Cloud-Dienste. Andererseits zieht Zürich auch europäische Unternehmen wie Interxion und Schweizer Anbieter wie Green an.» Der Standort sei gerade für internationale Tech-Konzerne interessant, weil die anspruchsvolle Kundschaft aus der Finanzindustrie die Akquisition weiterer Kundenkreise erleichtert.

Rechenzentren geraten deshalb zunehmend in den Fokus von Investoren, konstatiert Dr. Martin Greiner, Head Investment Advisory bei SPG Intercity Zurich: «Aufgrund immer noch überdurchschnittlicher Renditen wächst das Interesse an Rechenzentren, und Kapital in Milliardenhöhe konkurriert um die besten Standorte an den europäischen Hotspots. Transaktionen in dieser neuen Assetklasse erfordern jedoch spezielles Fachwissen bei Investoren und Beratern.»

Mehrere internationale Tech-Unternehmen zählen bereits heute zum Kundenkreis der SPG Intercity Zurich AG. «Wir unterstützen solche Firmen seit Jahren bei der Suche nach neuen Standorten», sagt Natalia Ignatova, Head Tenant Representation bei SPG Intercity Zurich. «Die Schweiz bietet ein hervorragendes Glasfasernetz sowie höchste Datensicherheit, und Zürich ist ein sehr attraktiver Standort mit innovationsfreundlicher Wirtschaftspolitik.» (SPG Intercity/mc)

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