Zug Estates steigert Mietertrag und erhöht Dividende

Tobias Achermann
Tobias Achermann, CEO Zug Estates. (Foto: Zug Estates)

Tobias Achermann, CEO Zug Estates. (Foto: Zug Estates)

Zug – Zug Estates hat im Geschäftsjahr 2015 höhere Mieteinnahmen verzeichnet und den Betriebsertrag insgesamt gesteigert. Unter dem Strich hat das Immobilienunternehmen in etwa so viel verdient wie im Vorjahr. Den Aktionären soll aber gleichwohl eine höhere Dividende ausgeschüttet werden. Für das laufende Jahr wird ein stabiles Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung in Aussicht gestellt.

Insgesamt legte der Betriebsertrag um 1,6% auf 63,0 Mio CHF zu. Ein Anstieg wurde beim Liegenschaftenertrag verzeichnet, welcher um 4,4% auf 39,1 Mio CHF zulegte; dies trotz Veräusserung von zwei Liegenschaften und einer referenzzinssatzbedingten Senkung der Wohnungsmieten, wie die Gesellschaft am Freitag mitteilte.

Leicht tiefere Erträge im Hotel und Gastronomie-Geschäft
Der Bereich Hotel & Gastronomie – zum Portfolio zählen u.a. das Parkhotel Zug und das Restaurant «Bären» – verzeichnete in einem «anspruchsvoller werdenden Marktumfeld» hingegen eine leichte Abnahme des Ertrags auf 19,8 Mio CHF von 20,2 Mio im Jahr zuvor. Die Profitabilität sei allerdings gesteigert worden.

Hoher Neubewertungserfolg
Beim Ergebnis hat Zug Estates vor allem von einem hohen Neubewertungserfolg profitiert, wobei dazu bereits im Februar erste Angaben gemacht worden waren. Der Erfolg, der aus der turnusmässigen Neubewertung des Immobilienparks resultiert, hat sich 2015 mit 50 Mio CHF mehr als verdoppelt. Die Fertigstellung der zweiten Realisierungsetappe auf dem Suurstoffi-Areal in Risch-Rotkreuz und Erfolge in der Vermietung hätten u.a. zu diesem Erfolg beigetragen.

In der Folge legte das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 55% auf 86,3 Mio CHF und das Konzernergebnis um knapp die Hälfte auf 67,1 Mio zu. Unter Ausklammerung des Neubewertungserfolgs schauten unter dem Strich 24,1 Mio CHF heraus (+0,3%). Der Verwaltungsrat beantragt eine höhere Ausschüttung je an der SIX kotierten Aktie (Serie B) von 20,50 CHF nach 18,50 CHF im Vorjahr.

«Suurstoffi» wächst weiter
Zug Estates konzentriert sich auf die Entwicklung des Suurstoffi-Areals, welches im Endausbau Raum für 1’500 Bewohner und über 2’500 Arbeitsplätze bieten soll. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Industriegelände, welches aus dem Metall-Zug-Portfolio stammt. Zug Estates wurde im Sommer 2012 aus dem Industriebetrieb herausgelöst und an die SIX gebracht. Der grösste Teil der Mieteinnahmen stammt mittlerweile aus den auf der Suurstoffi erstellten Liegenschaften; etwa ein Drittel resultiert aus der Miteigentümergemeinschaft am Einkaufszentrum Metalli in Zug.

Auf dem Areal Suurstoffi wurde im Herbst 2015 mit der mittlerweile dritten Realisierungsetappe begonnen. In diesem Rahmen entstehen 152 Mietwohnungen, 8 Wohnungen mit 52 Zimmern für Studierende der HSLU sowie Geschäftsflächen für etwa 500 Arbeitsplätze. Der Bezug ist den Angaben zufolge im zweiten Halbjahr 2017 geplant, wobei bereits 38% der kommerziellen Fläche langfristig vermietet seien. Das Investitionsvolumen beträgt rund 110 Mio CHF.

Ferner ist der Bau eines 70 Meter hohen Wohnturms im Zentrum des Areals geplant. Der Baubeginn ist für Herbst 2016 und der Bezug für Winter 2018/19 terminiert. Dort sollen rund 90 Wohnungen im Stockwerkeigentum und etwa 2’500 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen entstehen.

Vorsichtiger Optimismus
Zug Estates blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management ein auf Vorjahresniveau liegendes Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung in Aussicht. Der Neubewertungserfolg wird unter Vorjahr erwartet. Im Vermietungsgeschäft rechnet die Gruppe wegen den 2015 fertig gestellten Wohnungen und den neu abgeschlossenen Mietverträgen sowie rückläufiger Leerstände mit höheren Mieterträgen. Die Vorbereitung des anstehenden «grossen Wachstumsschubs» werde im Gegenzug zu steigenden Aufwendungen führen.

Im Segment Hotel & Gastronomie werde der Gastronomieertrag aufgrund des entfallenden Umsatzes aus der Gastronomie im Theater Casino Zug rund 2,0 Mio CHF unter Vorjahr erwartet. Durch die Fokussierung auf das Kerngeschäft geht man jedoch davon aus, dass die Profitabilität weiter steigen wird. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.