Zurich unterzeichnet die UN-Verpflichtung zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs

Zurich unterzeichnet die UN-Verpflichtung zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs
Zurich-CEO Mario Greco. (Foto: Zurich)

Zürich – Zurich Insurance Group (Zurich) gibt heute bekannt, dass das Unternehmen seine Massnahmen zur Förderung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft angesichts der sich verschärfenden Klimakrise beschleunigt. Zurich verpflichtet sich als erstes Versicherungsunternehmen zur Setzung einer Reihe von Zielen im Rahmen des Business Ambition Pledge des United Nations Global Compact, der darauf abzielt, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Zurich wird zudem die aktuellen Richtlinien des Unternehmens hinsichtlich dem Umgang mit Kraftwerkskohle erweitern, um die Nutzung kohlenstoffintensiver fossiler Brennstoffe zu senken.

  • Zurich unterzeichnet als erster Versicherer den «Business Ambition for 1,5 °C Pledge», der darauf abzielt, die durchschnittliche globale Erwärmung bis 2030 auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
  • Zurich wird Kunden und Beteiligungsunternehmen über einen Zeitraum von 24 Monaten proaktiv bei der Ausarbeitung von Plänen unterstützen, wie sie ihre Abhängigkeit von Kraftwerkskohle, Ölsand und Ölschiefer reduzieren können.
  • Zurich hat sich verpflichtet, die gesamte Geschäftstätigkeit weltweit bis Ende 2022 zu 100% auf erneuerbare Energie umzustellen.

Der jüngste Bericht des IPCC, des Klimarats der Vereinten Nationen, gibt der Welt nur 11 Jahre Zeit, um sich erfolgreich anzupassen und das Risiko einer Erderwärmung mit schwerwiegenden Konsequenzen zu vermeiden. Dieser Kurswechsel erfordert einen sofortigen, umfassenden Wandel in den Bereichen Energie, Landnutzung sowie industriellen, städtischen und anderen Systemen.

«Als einer der führenden Versicherungsanbieter der Welt sehen wir die verheerenden Folgen von Naturkatastrophen für Menschen und Gemeinschaften aus erster Hand. Deshalb beschleunigen wir unsere Schritte, um Klimarisiken zu mildern, indem wir einen Wandel im Verhalten von Unternehmen und Menschen vorantreiben und die am stärksten Betroffenen unterstützen. Das ist schlichtweg das, was wir tun müssen », sagte Mario Greco, CEO, Zurich Insurance Group.

Zurich anerkennt die entscheidende Rolle, die wissenschaftsbasierte Ziele (Science Based Targets oder SBT)* bei der Erfüllung des Pariser Abkommens spielen, da sie festlegen, wie stark und wie schnell Unternehmen Emissionen senken müssen. In der Versicherungsbranche werden derzeit SBT im Allgemeinen weder im Underwriting noch in Anlageportfolios verwendet. Zurich übernimmt jedoch als Teil ihres Versprechens eine aktive Rolle, um die Entwicklung einer branchenweiten Methodologie zu fördern und so die Messung von Kohlenstoffbilanzen und die Definition entsprechender Ziele zu unterstützen. Zurich hat sich ausserdem der Beratergruppe der Wirtschaftsbeteiligten der Science-Based-Targets-Initiative (SBTi) angeschlossen. Dieses Projekt unterstützt Finanzinstitute darin, ihre Kredit- und Anlageportfolios mit den Zielsetzungen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen.

Zurich aktualisiert als Teil des Versprechens darüber hinaus die Position der Gruppe hinsichtlich einiger der kohlenstoffintensivsten fossilen Brennstoffe. Entsprechend Zurichs bestehenden Richtlinien zur Kraftwerkskohle wird Zurich mit Kunden und Beteiligungsunternehmen, die zu mehr als 30% Kraftwerkskohle, Ölsand und Ölschiefer einsetzen, über einen Zeitraum von zwei Jahren einen Dialog führen, um die Diskussion über überzeugende mittel- bis langfristige Übergangspläne zu vertiefen. Die aktualisierte Position bedeutet, dass Zurich Unternehmen grundsätzlich nicht länger versichern oder in sie investieren wird, wenn sie:

  • über 30% ihrer Einkünfte aus dem Abbau von Kraftwerkskohle erwirtschaften oder jährlich über 20 Millionen Tonnen Kraftwerkskohle produzieren;
  • über 30% ihrer Elektrizität aus Kohle erzeugen;
  • neue Kohlebergwerke oder Kohlekraftwerke erschliessen;
  • mindestens 30% ihrer Einkünfte direkt aus der Gewinnung von Öl aus Ölsand erwirtschaften;
  • speziell oder ausschliesslich Transport-Infrastruktur für Ölsandprodukte betreiben, unter anderem Pipelines und Schienenverkehr;
  • über 30% ihrer Einkünfte aus dem Abbau von Ölschiefer erwirtschaften oder
  • über 30% ihrer Elektrizität aus Ölschiefer erzeugen.

Das Unternehmen gibt auch bekannt, dass es bis 2022 ausschliesslich Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen wird und sich formell der RE100 angeschlossen hat, einer globalen Führungsinitiative einflussreicher Unternehmen, die sich dem Ziel von 100% Strom aus erneuerbaren Energien verpflichtet haben. Darüber hinaus ergreift Zurich Massnahmen, um die Verwendung von Einweg-Kunststoffprodukten zu eliminieren und die interne Verwendung von Papier um 80% zu senken. Da extreme Wetterereignisse bereits heute weltweit verheerende Auswirkungen haben, wird Zurich im Rahmen ihres preisgekrönten Hochwasserschutzprogramms auch weiterhin Gemeinschaften unterstützen, die am stärksten von Überschwemmungen betroffen sind. Das Programm hat sich bisher auf 225‘000 Menschen in neun Ländern positiv ausgewirkt.

Zurich begann schon 2012 damit, ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG-Faktoren) im Kerngeschäft zu berücksichtigen. Das Unternehmen ist seit 2014 kohlenstoffneutral. Zurich möchte mit diesen Massnahmen Verhaltensweisen beeinflussen und die eigene Geschäftstätigkeit zukunftssicher machen. Das Unternehmen wendet hierfür seine Investitions- und Underwriting-Kapazitäten an, um Klimarisiken zu begegnen und Gemeinschaften vorzubereiten, sodass die physischen Folgen extremer Wetterereignisse vermindert werden können. (Zurich/mc/ps)

Weitere Informationen
*Die Science-Based-Targets-Initiative mobilisiert Unternehmen, sich wissenschaftsbasierte Ziele zu setzen und ihre Wettbewerbsvorteile beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu stärken. Bei der Initiative handelt es sich um eine Kooperation von CDP, dem United Nations Global Compact, dem World Resources Institute (WRI), und dem World Wide Fund for Nature (WWF). Ferner stellt sie eine der Verpflichtungen der Koalition «We Mean Business» dar. Die Initiative definiert und fördert Best Practice bei der Festlegung wissenschaftsbasierter Ziele, stellt Ressourcen und Leitfäden zum Abbau von Barrieren für deren Übernahme bereit und beurteilt sowie bestätigt die von Unternehmen gesetzten Ziele als unabhängige Instanz.

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