Bundesrat hält achtzigjährigen Betrieb von AKWs für möglich

Bundesrat hält achtzigjährigen Betrieb von AKWs für möglich
Das Atomkraftwerk in Gösgen. (Unsplash)

Bern – Ein achtzigjähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen im Kanton Solothurn und Leibstadt im Kanton Aargau wäre technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich. Bisher hielt man einen Betrieb von bis zu sechzig Jahren für machbar.

Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem am Mittwoch publizierten Bericht, den der Ständerat mit einem überwiesenen Postulat von Thierry Burkart (FDP/AG) bestellt hatte. Eine Aktennotiz des Bundesamts für Energie (BFE) bestätigte bereits im Jahr 2024 die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Langzeitbetriebs der Schweizer Kernkraftwerke bis zu sechzig Jahren.

Gemäss dem neuesten Bericht kommt der Bundesrat zum Schluss, dass auch ein achtzigjähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre. Die erforderlichen Investitionen für technische Nachrüstungen beim Langzeitbetrieb würden sich voraussichtlich lohnen. Eine finanzielle Förderung des Langzeitbetriebs erachtet die Landesregierung derzeit als nicht notwendig.

Erst am Montag hatte Thomas Sieber, Chef des Stromkonzerns Axpo, bis zu achtzigjährige Laufzeiten für Gösgen und Leibstadt für denkbar gehalten. Bei Gösgen müsse bis 2029 entschieden werden, ob das Werk weiterbetrieben oder wie geplant vom Netz genommen werde. Axpo besitzt das Kernkraftwerk Beznau im Kanton Aargau und ist an den Kraftwerken Leibstadt und Gösgen beteiligt. Im Jahr 2024 kündigte der Konzern an, das Kernkraftwerk Beznau nach rund sechzig Jahren ausser Betrieb zu nehmen. (awp/mc/pg)

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