An der FINANZ’22 dreht sich alles um den Umbruch in der Finanz- und Anlagewelt

Jan-Egbert Sturm
KOF-Direktor Professor Jan-Egbert Sturm diskutiert zum Messeauftakt, ob die Inflation gekommen ist, um zu bleiben. (Foto: KOF)

Zürich – Die 23. Ausgabe der grössten Schweizer Finanzmesse adressiert unter dem Motto «The Future of Finance» die wesentlichen Herausforderungen, die sich den Finanzdienstleistern stellen. So wird es am 27. und 28. April 2022 in der Halle 550 in Zürich Oerlikon darum gehen, wie sich die digitale und nachhaltige Zukunft in institutionellen Portfolios umsetzen lässt, sowie die inflationären Tendenzen, die Rolle der Zentralbanken in der Staatsverschuldung und den Umgang mit immer neuen globalen Risiken thematisieren. Über 100 Aussteller und ebenso viele Vorträge sollen Orientierung und Antworten auf die drängenden Fragen in diesen anspruchsvollen Anlagezeiten geben.

Die grösste Schweizer Finanzmesse setzt ihre Tradition fort, die brennenden Themen, die das Fachpublikum aktuell beschäftigen, in den Mittelpunkt des zweitägigen Programms zu stellen. Im erstmals stattfindenden Open Forum trifft traditionelles Anlegen auf Krypto-Investieren. Verschiedene Panels und Kurzreferate bringen den Messebesucherinnen und -besuchern Krypto-Anlagen und das dezentrale Finanzsystem näher.

Hochkarätiges Quartett diskutiert über Inflation
Zum Messeauftakt gehen Vertreter aus Wirtschaft und Forschung der Frage nach, ob die Inflation gekommen ist, um zu bleiben. Dazu diskutieren Anja Hochberg, Leiterin Multi Asset Solutions im Asset Management der Zürcher Kantonalbank; Swiss-Life-Chefökonom Marc Brütsch; KOF-Direktor Professor Jan-Egbert Sturm von der ETH Zürich, und Tobias Straumann, Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich.

Am Nachmittag des ersten Messetags eröffnet Fritz Zurbrügg, Vizepräsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, den Roundtable «Exorbitante Staatsverschuldungen und die Rolle der Zentralbanken» mit einem Keynote-Referat. Seine Ausführungen diskutiert er anschliessend mit Unternehmer und Publizist Konrad Hummler; SGB-Chefökonom Daniel Lampart; und Professor Christoph A. Schaltegger, Ordinarius für Politische Ökonomie an der Universität Luzern.

Der Roundtable «ESG, aber richtig» am zweiten Messetag wird unter anderem die bisherige Marktentwicklung, die verwirrende Rating-Vielfalt und die Rolle der institutionellen Investoren beleuchten sowie eine Einschätzung zu den Trends und den Hürden auf dem Weg zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft vornehmen. Mit Sabine Döbeli, CEO von Sustainable Finance; Rudolf Rechsteiner, VR-Präsident der Ethos Stiftung, sowie Silvia Ruprecht von der Sektion Klimapolitik des Bundesamts für Umwelt, kommen ausgewiesene Spezialisten zu Wort. Zum Thema Nachhaltigkeit stehen zahlreiche weitere Fachpanels und Vorträge auf dem Programm.

Zum Abschluss der Finanzmesse verorten Jérôme Haegeli, Chefökonom der Swiss Re; Jeronim Perović, wissenschaftlicher Director des Center for Eastern European Studies und Professor für Osteuropäische Geschichte der Universität Zürich, sowie Nebelspalter-Chefredaktor Markus Somm, was die Finanzwelt aus den globalen Risiken gelernt hat und ob Institute und Anleger die «richtigen» Risiken auf dem Radar haben.

Am reichhaltigen Vortragsprogramm sind in diesem Jahr zum zweiten Mal sechs Bildungspartner beteiligt.

finanzmesse.ch gibt detaillierte Auskunft über das Rahmenprogramm und die mehr als 100 Aussteller der FINANZ’22, die neu in der Halle 550 in Zürich Oerlikon stattfindet. (FINANZ’22/mc)

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