Andréa Maechler neu im Direktorium der Nationalbank

Schweizerische Nationalbank Bern
SNB-Sitz Bern. (© SNB)

(Foto: SNB)

Bern – Andréa Maechler wird neues Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Der Bundesrat hat die 45-Jährige am Mittwoch in das Amt gewählt. Maechler ersetzt Jean-Pierre Danthine, der Mitte 2015 zurücktritt. Sie ist die erste Frau im SNB-Direktorium.

Im Direktorium der Nationalbank übernimmt sie das dritte Departement. Dieses Ressort umfasst die Finanzmärkte und den Devisenhandel, das operative Bankgeschäft sowie die Informatik. In den neuen Aufgabenbereich Maechlers fällt damit auch die Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1,20 CHF. Das Departement arbeitet mehrheitlich in Zürich.

Fritz Zurbrügg, der diese Abteilung bisher leitete, übernimmt das Departement des zurücktretenden Danthine und gleichzeitig dessen Vizepräsidium im Direktorium.

Internationale Laufbahn
Das neue Direktoriumsmitglied Maechler ist zur Zeit stellvertretende Leiterin des Bereichs «Globale Märkte-Analyse» des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Zu den Aufgaben dieses Bereichs gehören die Beobachtung der Kapitalmärkte sowie die Einschätzung der Systemrisiken.

Zu früheren beruflichen Stationen der promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin Maechler zählen die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) und die Welthandelsorganisation (WTO). Im Europäischen Ausschuss für Systemrisiken in Frankfurt war Maechler von 2013 bis 2014 stellvertretende Sekretariatsleiterin. Maechler studierte nach den Schulen in der Westschweiz an der Universität Toronto, am Institut de hautes études internationales in Genf, am Institut de hautes études en administration publique in Lausanne und an der University of California. Andréa Maechler ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Maechler erfülle «in idealer Weise» das Anforderungsprofil, schreibt der Bundesrat. Mit ihrer Wahl sei die angemessene Vertretung der Sprachregionen und der Geschlechter im Direktorium sichergestellt.

Zurbrügg wird Vizepräsident
Das Vizepräsidium, das derzeit Danthine innehat, übernimmt das bisherige Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg. Danthine gab seinen Rücktritt auf Ende der Amtsperiode und auf das ordentliche Pensionsalter hin bekannt. Er war seit Januar 2010 im Direktorium. Sein Nachfolger Zurbrügg ist seit dem 1. August 2012 im dreiköpfigen Direktorium. Zuvor war er als Leiter der Eidgenössischen Finanzverwaltung oberster Kassenwart der Schweiz.

Mit dem Wechsel ins Vizepräsidium übernimmt Zurbrügg auch das Departement von Danthine. Dieses ist mehrheitlich in Bern angesiedelt. Ihm obliegen die Bereiche Finanzstabilität, Bargeld, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, operationelle Risiken und Sicherheit. Zurbrügg wird sich damit künftig unter anderem mit dem Hypothekenmarkt befassen müssen.

Der Bundesrat bestätigte im weiteren Direktoriumspräsident Thomas Jordan im Amt. Er behält das erste Departement in Zürich. Für die neue Amtsperiode 2015 bis 2021 wurden zudem mit Thomas Moser, Thomas Wiedmer und Dewet Moser auch die Stellvertreter der drei SNB-Direktoriumsmitglieder bestätigt. (awp/mc/pg)

SNB

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