Anleger-Mehrheit sieht das Schlimmste der Eurokrise nicht überstanden

Euro-Schuldenkrise

London – Das Schlimmste in der Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung der Mehrheit von Investoren noch nicht überstanden. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Ratingagentur Fitch haben 59 Prozent der befragten Anleger Zweifel an einem Abflauen der Krise. Etwa ein Drittel der Befragten (29 Prozent) gehen sogar davon aus, dass in der Schuldenkrise nur eine «kurzfristige Ruhe an den Finanzmärkten» herrsche.

Allerdings gaben immerhin 41 Prozent der befragten Investoren an, dass die Massnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Politik zur Eindämmung der Krise erfolgreich gewesen seien, und so der Höhepunkt der Verwerfungen an den Märkten hinter uns liege, hiess es weiter in der Mitteilung von Fitch. Die Ratingagentur führt einmal im Quartal eine Umfrage unter Investoren durch. Die jüngste Studie fand im Zeitraum zwischen dem 3. April und dem 7. Mai statt.

EZB-Ankündigung sorgt für Beruhigung an Finanzmärkten
Die EZB hatte im vergangenen Sommer mit der Ankündigung unbegrenzter Käufe von Staatsanleihen angeschlagener Euroländer unter bestimmten Bedingungen für eine Entspannung an den Finanzmärkten gesorgt. Seitdem sind die Renditen für Anleihen aus Krisenländern wie beispielsweise Italien oder Spanien stark gesunken. (awp/mc/ps)

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