Assura: Bruno Ehrler wird neuer Generaldirektor der Gruppe

Bruno Ehrler

Bruno Ehrler, designierter Generaldirektor Assura. (Bild: Assura)

Pully VD – Die in Turbulenzen geratene Westschweizer Krankenkassengruppe Assura erhält einen neuen Boss. Der ehemalige TCS-Chef Bruno Ehrler wurde zum neuen Generaldirektor der Assura-Gruppe ernannt. Er tritt sein Amt am 1. November an.

Ehrler verfüge über eine langjährige Erfahrung im Versicherungsbereich, teilte die Krankenkassengruppe am Dienstag mit. Auch die Direktion wird erneuert. Vincent Hort wird neuer Generalsekretär, Sylvain Gadenne neuer Aktuar und damit verantwortlich für die Risikokontrolle.

Neuer Compliance-Verantwortlicher wird Serge Husmann. Zudem würden nächstens ein neuer Finanzchef und ein neuer Personalchef berufen. Beide Ämter sind derzeit nur ad interim besetzt.

Tochter Supra Assurance Konkurs gegangen
Die Assura-Gruppe war durch die Pleite ihrer Tochter Supra Assurance schwer durchgeschüttelt worden. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte die Krankenzusatzversicherung im vergangenen November in Konkurs geschickt und die zur Gruppe gehörenden Gesellschaften Assura, Divesa und die Servicegesellschaft Figeas der Gruppenaufsicht der Finma unterstellt.

Auch wurden die Verwaltungsräte der drei Gesellschaften sowie der Chef der Divesa suspendiert und ein Beauftragter als Organ eingesetzt. Zudem griff die Eidgenössische Stiftungsaufsicht ein: Sie suspendierte die Stiftungsräte der Assura, der Assura Kranken- und Unfallversicherung und deren Holding Divesa provisorisch und setzte einen Sachwalter ein.

«Gesunde finanziele Situation»
Erst mit der Wahl neuer Verwaltungsräte für die betroffenen Gesellschaften im vergangenen März endete die Zwangsverwaltung. Der Verwaltungsrat habe seither die notwendigen Massnahmen bei der Organisation und des Controllings umgesetzt, sagte Assura-Sprecher Xavier Studer der Nachrichtenagentur sda.

Nach der Integration der rund 70’000 Versicherten der Supra Assurance in die Assura Anfang 2013 bezeichnet sich die Gruppe nun als «stark und unabhängig». Die Assura-Gruppe verfüge über eine gesunde finanzielle Situation, wie sie in der Medienmitteilung festhielt.

Weingut zum Verkauf ausgeschrieben
Nun will die Assura-Gruppe ihre Struktur vereinfachen und sich auf ihre Kernaktivitäten konzentrieren, wie sie am Dienstag schrieb. Sie habe daher beschlossen, ihr Weingut Domaine du Chêne zum Verkauf auszuschreiben.

Überdies kündigte sie an, dass die Assura-Basis SA auf Neujahr wieder dem Krankenkassendachverband Santésuisse und deren Tochtergesellschaft Tarifsuisse beitreten werde. Assura war 2008 ausgetreten. (awp/mc/ps)

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