Baloise in beruflicher Vorsorge mit weniger Kapitalerträgen

Gert De Winter
Gert De Winter, CEO Baloise Group. (Foto: Baloise)

Gert De Winter, CEO Baloise Group. (Foto: Baloise)

Basel – Unter schwierigen Anlage- und Zinsbedingungen hat die Basler Leben in der beruflichen Vorsorge 2015 lediglich eine Nettorendite von 2,3% erzielt. Im Vorjahr lag die Rendite noch bei 3,2%.

Vergangene Woche hatte die Axa Winterthur den Reigen der Publikation der Resultate in der beruflichen Vorsorge eröffnet. Inzwischen haben Helvetia Schweiz, Swiss Life und am Dienstag hat nun mit der Basler Leben ein weiterer grosser Anbieter seine Zahlen auf den Tisch gelegt.

Es zeigen sich dabei zwei unterschiedliche Entwicklungen. Trotz der weltweit tiefen Zinsen mussten Swiss Life und Axa Winterthur 2015 lediglich einen geringen Rückgang ihrer Anlagerenditen auf 3,4% respektive auf 3,2% hinnehmen. Anders sieht es bei Helvetia Schweiz und Basler Leben aus. Beide Unternehmen erzielten nur noch eine Anlagerendite von 2,3%.

2014 ausserordentlicher Gewinn
Die Basler verweisen zu recht darauf, dass man 2014 von ausserordentlichen Gewinnen aus dem Verkauf einer Aktienbeteiligung profitiert habe. Der laufende Ertrag sei zudem auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Ausserdem stiegen 2015 die Prämieneinnahmen um fast 5% auf 2,65 Mrd CHF, während das Betriebsergebnis auf 51,0 Mio von 70,7 Mio CHF sank. Die Zahl der aktiven Versicherten erhöhte sich derweil leicht auf knapp 157’000.

Im vergangenen Jahr erhöhte die Basler ihre Rückstellungen um weitere 75 Mio CHF. Diese Rückstellungen wären, wie die Basler in ihrer Medienmitteilung kritisieren, bei einem «korrekten gesetzlichen Umwandlungssatz zu einem grossen Teil in den Überschussfonds für die Aktiven geflossen».

Hohe Ausschüttungsquote
Trotz dieser «Generationen-Ungerechtigkeit» sei der Überschussfonds um 29 Mio CHF geäufnet worden. Daraus sei per Anfang 2016 eine Zusatzverzinsung im Überobligatorium von 0,25% finanziert worden, was zu einer Gesamtverzinsung der Alterskapitalien der Aktiven von 1,75% führte.

Insgesamt flossen 92,7% der Erträge zurück an die Versicherten. Im Geschäft, das der Mindestquote von 90% unterstellt ist, lag die Ausschüttungsquote gar bei 95,1%. Die Basler erzielte aus diesem Geschäft deutlich weniger. (awp/mc/upd/ps)

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