Bâloise steigert Prämieneinnahmen im BVG-Geschäft

Martin Strobel

Bâloise-CEO Martin Strobel. (Foto: Bâloise)

Basel – Die Bâloise hat im Schweizer Kollektivlebengeschäft mehr eingenommen und stärkt gleichzeitig die Reserven, um laufende und künftige Renten zu sichern. Die Basler Leben AG hat 2014 im BVG-Geschäft die Prämieneinnahmen um 8,1% auf 2,5 Mrd CHF gesteigert. Dabei nahmen die nachhaltigen periodischen Prämien um 6,1% zu, schreibt die Bâloise-Tochter Basler Versicherungen in der Mitteilung vom Mittwoch.

Die Zahl der Versicherten, die im Vorsorgegeschäft bei der Basler Leben angeschlossen sind nahm um rund 12’000 auf über 153’000 zu. Höchst erfreulich hätten sich auch die Kapitalanlageerträge entwickelt, wobei hier der Verkauf einer grösseren Aktienbeteiligung zusätzlich stützte, so die Mitteilung weiter. Die Nettorendite betrug 3,2%.

Tiefere Verwaltungskosten
Auf der Aufwandseite gelang es der Basler Leben, die durchschnittlich Verwaltungskosten pro aktivem Versicherten um 11% auf deutlich unter 500 CHF zu senken. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen für Rentenverpflichtungen um weitere 164 Mio CHF erhöht. Über 50 Mio müssten dabei jährlich allein aufgewendet werden, um drohende Deckungslücken wegen der zu hohen Rentenumwandlungssätze für neue Renten zu schliessen. Die Basler Leben spricht dabei von einer unfairen Umverteilung zuungunsten der heute Berufstätigen.

Dennoch konnten auch dem Überschussfonds wiederum 70 Mio CHF zugewiesen werden. Daraus wurde im Überobligatorium, für Lohnanteile über der Schwelle von 126’900 CHF, eine Zusatzverzinsung von 0,75% finanziert, was zu einer Verzinsung von 2,25% im Überobligatorium führte. Im Obligatorium wurden die Vorsorgegelder der Versicherten mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen 1,75% verzinst. Nach dem Prinzip der Legal Quote flossen 93,1% der Erträge an die Versicherten, was über der gesetzlichen Mindestquote von 90% liege. (awp/mc/ps)

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