Bâloise wächst im BVG-Geschäft und bleibt Vollversicherungsmodell treu

Gert De Winter
Baloise-CEO Gert De Winter. (Foto: Baloise)

Basel – Die Bâloise hat im Schweizer Kollektivlebengeschäft das Prämienvolumen im vergangenen Jahr leicht gesteigert und auf den Kapitalanlagen eine annähernd so hohe Rendite wie im Jahr davor erreicht. Während sich der Versicherer weiterhin zum Angebot der Vollversicherung in der Beruflichen Vorsorge (BVG) bekennt, wächst gleichzeitig die für Firmenkunden lancierte teilautonome Sammelstiftung Perspectiva.

Im BVG-Geschäft hat die Basler Leben AG im Jahr 2017 das Volumen um 1,5 Prozent auf über 2,5 Milliarden Franken gesteigert. Dabei habe man im anhaltenden Tiefzinsumfeld und in einem guten Kapitalmarktjahr ein solides Ergebnis erzielt, teilte der Versicherer im Rahmen der Publikation der «Betriebsrechnung 2017» am Dienstag mit. Die Nettorendite auf den Kapitalanlagen lag mit 2,1 Prozent nur leicht unter dem Wert aus dem Vorjahr.

Rückstellungen erhöht
Um die Bilanz vor Risiken wie der Überalterung, der weiterhin hohen Rentenumwandlungssätzen und den im Tiefzinsumfeld beschränkten Renditechancen zu schützen, hat die Bâloise die Rückstellungen im BVG-Geschäft für laufende und künftige Rentenverpflichtungen um weitere 82 Millionen Franken erhöht. Auch seien dem Überschussfonds 65 Millionen zugewiesen worden.

Der Fonds sei nun mit 122 Millionen dotiert, was eine weiterhin «attraktive» Verzinsung für die Vorsorgeguthaben der Aktivversicherten, also der sich noch im Arbeitsprozess befindenden Versicherten, ermögliche, so die Mitteilung weiter. Im Jahr 2017 betrug diese Verzinsung 1,0 Prozent.

Die Bâloise habe im Rechnungsjahr 91,4 Prozent des Gesamtertrags an ihre Versicherten weitergegeben. Die Ausschüttungsquote in dem der Mindestquote («Legal Quote») unterstellten Geschäft lag bei 93,3 Prozent. Gesetzlich gefordert ist eine Quote von 90 Prozent.

Teilautonome Lösung ist gefragt
Sorge bereitet dem Versicherer die politische Entwicklung im Umfeld der beruflichen Vorsorge. «Es muss eine finanziell nachhaltige Lösung gefunden werden, um die Zukunftsfähigkeit und damit die Akzeptanz der beruflichen Vorsorgewieder zu stärken», fordert Patric Olivier Zbinden, Leiter Unternehmenskunden der Basler. Zum Schutze des Versichertenbestandes setze die Bâloise derzeit auf eine selektive Zeichnungspolitik und ein gesundes Wachstum.

Am Vollversicherungsmodell, welches im BVG-Geschäft einen Rundumschutz bietet und vor allem bei KMU beliebt ist, hält die Bâloise fest. Derweil wachse die teilautonome Sammelstiftung Perspectiva, wo die Kunden das Anlagerisiko zu gewissen Teilen selbst tragen, deutlich stärker als der Markt. Derzeit hätten sich über 1’000 Firmen der Stiftung angeschlossen, so die Bâloise. (awp/mc/ps)

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