Bank Cler verdient im Halbjahr deutlich mehr

Sandra Lienhart
Sandra Lienhart, Vorsitzende der Geschäftsleitung Bank Cler. (Foto: Bank Cler)

Basel – Die Bank Cler hat im ersten Halbjahr 2018 sowohl den Geschäftserfolg als auch den Gewinn deutlich gesteigert. Dazu beigetragen hat der höhere Erfolg aus dem Zinsengeschäft sowie ein tieferer Aufwand. Für das Gesamtjahr stellt das Institut einen höheren Gewinn als im Vorjahr in Aussicht.

Den Geschäftsertrag steigerte das Institut im Halbjahr um 0,2 Prozent auf 123,5 Millionen Franken. Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, erwirtschaftete die Bank einen Nettoerfolg von 87,3 Millionen, was einem Anstieg von ebenfalls 0,2 um Prozent entspricht. Dazu beigetragen habe der risikogerechte und ertragsorientierte Ausbau des Hypothekargeschäfts sowie die weitere Optimierung der Refinanzierungskosten, schreibt das Institut.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank der Erfolg dagegen um 2,8 Prozent auf 27,9 Millionen, was die Bank mit der gebremsten Anlageaktivität der Kunden begründet. Auch im Handelsgeschäft resultierte ein tieferer Ertrag von Millionen 5,6 Millionen (-3,3 Prozent).

Kosten im Griff
Die Kosten hatte das Institut im Griff. Insgesamt verringerte sich der Geschäftsaufwand markant um 9,0 Prozent auf 86,6 Millionen. Dies, weil insbesondere die im letzten Jahr angefallenen Kosten für den Namenswechsel und die Neupositionierung wegfielen. Während der Personalaufwand um 2,9 Prozent auf 32,8 Millionen abnahm, verringerte sich der Sachaufwand gar um 12,4 Prozent auf 53,8 Millionen.

Hypothekarforderungen legen 2,2% zu
Die Bilanzsumme der Bank Cler expandierte im Vergleich zum Jahresende 2017 um 1,2 Prozent auf 17,7 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen steigen dabei um 2,3 Prozent auf 15,3 Milliarden. Davon entfielen 15,0 Milliarden (+2,2 Prozent) auf Hypothekarforderungen.

Im weiteren Jahresverlauf geht die Bank Cler von einem unverändert anspruchsvollen Umfeld und anhaltenden Negativzinsen aus, schreibt das Institut weiter. Durch den Wegfall verschiedener einmaliger Ausgaben im Jahr 2017 werde die Kostenseite im laufenden Jahr aber entlastet. Zusammenfassend rechne die Bank Cler mit einem höheren Gewinnniveau als im Vorjahr.

Ende Juni gab die Basler Kantonalbank bekannt, dass sie ihren Anteil an der Bank Cler von 75,8 Prozent auf 100 Prozent erhöhen will. Den Haltern der restlichen Aktien unterbreitete das Institut eine Übernahmeofferte von 52 Franken je Bank-Cler-Aktie. (awp/mc/pg)

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