Bank Cler wächst und steigert Erträge

Sandra Lienhart
Sandra Lienhart, Vorsitzende der Geschäftsleitung Bank Cler. (Foto: Bank Cler)

Basel – Die Bank Cler erwirtschaftete 2017 deutlich höhere Erträge in ihren Kerngeschäften, dem Zinsen- und Anlagegeschäft. Insgesamt steigerte die Bank den Geschäftsertrag um 4,5% auf 256,4 Mio. CHF. Die Hypothekarforderungen wuchsen bei einer unverändert strengen Risikopolitik mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr (+555,9 Mio. CHF), wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Die Kundeneinlagen erreichten ein Volumen von 12,0 Mrd. CHF. Zwei einmalige Ereignisse führten zum Anstieg des Geschäftsaufwands um 22,9% auf 198,0 Mio. CHF: der Namenswechsel mit der Neupositionierung im Mai und die Stärkung der Pensionskasse im September. Der Jahresgewinn der Bank Cler beträgt 38,3 Mio. CHF (2016: 45,7 Mio. CHF). Die Eigenmittel konnten um weitere 13,6 Mio. CHF gestärkt werden. Der Generalversammlung im April 2018 wird der Verwaltungsrat eine unveränderte Brutto-Dividende von 1.80 CHF pro Aktie beantragen.

Hypothekarwachstum über dem Markt
Stellvertretend für das starke Wachstum im Kerngeschäft der Bank Cler steht der Anstieg der Hypothekarforderungen um 555,9 Mio. CHF (+3,9%). Mit diesem über dem Markt liegenden Zuwachs baut die Bank Cler ihre Marktstellung weiter aus. In einem ausgesprochen wettbewerbsintensiven Umfeld hält sie dabei konsequent an ihren strengen Kreditvergaberichtlinien fest. Im Zuge der Neuausrichtung im Firmenkundengeschäft nahmen die kommerziellen Kredite als Teil der Forderungen gegenüber Kunden um 154,2 Mio. CHF ab. Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen der Bank Cler auf 14,9 Mrd. CHF per 31.12.2017.

Kundeneinlagen erreichen zwölf Milliarden Franken
Der Bank Cler flossen im Jahr 2017 wiederum beträchtliche Mittel von KMU und institutionellen Kunden in Form von Sicht- und Festgeldern zu. Aufgrund des tiefen Zinsumfelds suchten die Privatkunden Alternativen, um ihre Spargelder ertragsbringender anzulegen. Die Kundeneinlagen erreichten Ende 2017 einen Bestand von 12,0 Mrd. CHF. Um sich vorteilhaft zu refinanzieren, nutzte die Bank Cler die Emissionen der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute AG und baute ihren Bestand um netto 387,0 Mio. CHF aus. Als weiteres Instrument der Refinanzierung brachte die Bank Cler im November 2017 ihre erste Anleihe unter dem neuen Namen (+190,0 Mio. CHF) auf den Markt – und das mit grossem Erfolg.

Kapitalstarke Bank
Die Bilanzsumme der Bank Cler nahm um 629,3 Mio. CHF auf 17,5 Mrd. CHF per 31.12.2017 zu. Dieses Wachstum war geprägt von höheren Kundenausleihungen. Auch die solide Kapitalausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank Cler konnte praktisch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden: Die Gesamtkapitalquote betrug Ende 2017 komfortable 16,3% (Vorjahr: 16,5%).

Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft wächst um 7,5%
Ihren wichtigsten Ertragspfeiler, das Zinsengeschäft, stärkte die Bank Cler 2017 durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens im Hypothekargeschäft trotz Margendruck und Negativzinsumfeld. Mit einer optimierten Refinanzierungsstrategie senkte die Bank ihren Zinsaufwand deutlich – und dies bei unveränderten Spargeldkonditionen für die Kunden. Damit konnte sie die rückläufigen Zins- und Diskonterträge sowie die niedrigeren Zinserträge aus Finanzanlagen mehr als ausgleichen. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 1,4% auf 174,2 Mio. CHF (2016: 171,8 Mio. CHF). Die Qualität des Kreditportefeuilles der Bank konnte weiter gesteigert werden. Nach Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen im Zinsengeschäft im Umfang von 12,7 Mio. CHF (2016: 1,9 Mio. CHF) resultiert ein Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 186,9 Mio. CHF (2016: 173,8 Mio. CHF).

Kundenvertrauen in Anlagelösung steigert Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft
Die 2016 lancierte Anlagelösung wurde 2017 durch eine nachhaltige Produktvariante ergänzt. Dass Kundinnen und Kunden bereits ab 10 000 CHF in den Genuss einer professionellen Vermögens­verwaltung kommen, fand starken Zuspruch. Per Ende Dezember 2017 waren fast 400 Mio. CHF in der Anlagelösung der Bank Cler investiert. Dank den höheren verwalteten Kundenvermögen und vermehrten Kundentransaktionen konnte die Bank den Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft um 4,4% auf 46,3 Mio. CHF steigern. Rückläufig präsentierte sich das übrige Dienstleistungsgeschäft mit 17,7 Mio. CHF (-14,1%). Grund dafür waren Mindereinnahmen bei den Kartenerträgen. Umgekehrt profitierten die Kundinnen und Kunden von einem kostengünstigen Angebot bei den Bankpaketen. Diese Entwicklungen führten zu einem um 3,5% geringeren Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft von 54,8 Mio. CHF.

«2017 war durch unsere Neupositionierung geprägt. Mit unserer Kampagne ‹Zeit, über Geld zu reden› waren wir in der ganzen Schweiz sichtbar. Wir haben in unsere Geschäftsstellen investiert und unser digitales Angebot ausgebaut. Es freut mich, dass wir nun erste Früchte ernten können. Davon zeugen der Volumenzuwachs in der Anlagelösung, die Ertragssteigerung im Zinsengeschäft und nicht zuletzt die positiven Kundenreaktionen auf die digitalen Angebote.»
Sandra Lienhart, CEO Bank Cler

Stärkung der Pensionskasse prägt Personalkosten
Die Personalkosten der Bank stiegen 2017 auf 79,5 Mio. CHF (2016: 66,7 Mio. CHF). Grösstenteils geht dies auf einen einmaligen Personalaufwand von 10,3 Mio. CHF zurück. Im September 2017 beschlossen die Basler Kantonalbank und die Bank Cler, ihre gemeinsame Pensionskasse zu stärken.

Marktoffensive erhöht Sachaufwendungen und schafft Wachstums- und Ertragspotenzial
Mit dem Namenswechsel und der Neupositionierung startete die Bank Cler im Mai 2017 eine Marktoffensive. Dazu wurden einzelne Geschäftsstellen bereits komplett umgebaut und neu gestaltet. 2017 waren dies die Geschäftsstellen in Zürich (Uraniastrasse), Lugano-Cioccaro, St. Gallen und Bern. Die Geschäftsstellen wirken offen, transparent und ermöglichen der Kundschaft neue Arten der Interaktion mit der Bank. Dieses neue Konzept wurde bereits mit dem German Design Award ausgezeichnet. Gleichzeitig mit diesen Investitionen in ihre physische Präsenz trieb die Bank Cler die digitale Transformation voran. Im Juli 2017 wurde die virtuelle Geschäftsstelle myCler und im November 2017 die App Quanto zur Immobilienbewertung lanciert. Parallel entwickelte die Bank mit Berufseinsteigern und Studenten die App Zak, welche die Bank auf dem Smartphone neu definiert. Der Sachaufwand der Bank stieg 2017 um 24,1 Mio. CHF auf 118,5 Mio. CHF. Damit investierte die Bank 2017 gemäss ihrer dualen Strategie in erheblichem Umfang in ihr künftiges Wachstum und neue Ertragschancen. Dabei sind die physischen und digitalen Kanäle gleichermassen von Bedeutung, da die Bank die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden optimal abdecken möchte.

Ausblick: Stabile Ertragssituation trotz weiterer zukunftsgerichteter Investitionen
Die Bank Cler rechnet 2018 mit einem anhaltenden Tiefzinsumfeld, geprägt von einer unveränderten Negativzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank, sowie mit einem eher rückläufigen privaten und gewerblichen Wohnungsbau. Trotz dieses anspruchsvollen Umfelds erwartet die Bank eine stabile Ertragssituation und zählt dabei auf die Ertrags- und Wachstumschancen aus den fortgesetzten zukunftsgerichteten Investitionen. 2018 werden die Geschäftsstellen Sion, Aarau, Locarno, Lugano-Cattaneo und La Chaux-de-Fonds umgebaut und das digitale Angebot weiterentwickelt. Mit Zak, der Bank auf dem Smartphone, wird die Bank Cler in den nächsten Wochen erneut in der ganzen Schweiz sichtbar sein – mit Plakaten, TV-Spots, Anzeigen, Bannern und in den sozialen Medien (siehe auch nachfolgende Box «Das wird man von der Bank Cler in nächster Zeit sehen»). Im Vergleich zu 2017 rechnet die Bank Cler trotz dieser Investitionen mit einer Entlastung auf der Kostenseite und einem leicht höheren Gewinnniveau. Die an einer langfristigen, nachhaltigen Entwicklung orientierte Dividendenpolitik soll unverändert weitergeführt werden.

 

Kurzprofil
Die Bank Cler AG ist eine Schweizer Bank, welche ihr Angebot auf die Bedürfnisse von Privatkunden, selbstständig Erwerbenden und KMU ausrichtet. Sie ist mit 32 Geschäftsstellen in allen Sprachregionen der Schweiz vertreten. Der Name «Cler» kommt aus dem Rätoromanischen und steht für klar, hell, deutlich. Der Name ist Programm. Die Bank Cler macht das Bankgeschäft einfach und verständlich und berät auf Augenhöhe. Das digitale Angebot der Bank ist ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Seit 2000 hält die Basler Kantonalbank eine Mehrheitsbeteiligung an der Bank. Der Hauptsitz befindet sich in Basel. Die Bank Cler beschäftigt rund 500 Mitarbeitende.

Die Aktie der Bank Cler wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt.
(Tickersymbol: BC / Reuters: BC.S / Valorennummer: 1811647 / ISIN-Nummer: CH0018116472).
Die Aktien der Bank Cler weisen einen Nennwert von 20 CHF auf.

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