Brüssel weiter offen für aufgestockten Rettungsfonds

Olli Rehn

EU-Währungskommissar Oli Rehn.

Brüssel – Die EU-Kommission ist weiter offen für eine weitere Aufstockung des Rettungsfonds für angeschlagene Eurostaaten (EFSF). «Wir schauen uns diese Frage genau an. Es ist deutlich, es gibt Spannungen auf den Finanzmärkten», sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Montag in Brüssel.

Am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington am vergangenen Wochenende war die Stärkung des EFSF ein Thema gewesen. Es wird befürchtet, dass der Fonds mit einer Schlagkraft von 440 Milliarden Euro nicht ausreichen könnte, um potenzielle Krisenfälle in Italien oder Spanien zu stemmen.

Fonds von den 17 Euro-Staaten verwaltet
Die Sprecher sagte, es gebe keine offizielle Debatte über eine Aufstockung des Krisenfonds. Derzeit laufe die Billigung der jüngsten Reform des EFSF in den Eurostaaten. Diese hatten auf einem Gipfel im Juli in Brüssel beschlossen, dass der EFSF auch bei der Bankenrettung einspringen oder Anleihen von Krisenstaaten erwerben kann. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte bereits im Sommer eine Ausweitung des Krisenfonds angeregt. Der Fonds wird von den 17 Eurostaaten verwaltet, nicht von der Kommission. (awp/mc/ps)

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