Chinas Notenbank: Weitere Anpassungen des Yuan unwahrscheinlich

Zhou Xiaochuan

Chinas Notenbankgouverneur Zhou Xiaochuan.

Peking – Die chinesische Notenbank hält nach den jüngsten Verlusten der Landeswährung Yuan einen neuerlichen Kursrutsch für unwahrscheinlich. Die Abwertung der vergangenen Woche sowie die höhere Flexibilität der Währung könnten dazu beitragen, dass die Gefahr eines ähnlichen Verfalls in der Zukunft «deutlich reduziert wird», sagte ihr Chefökonom Ma Jun am Sonntag.

Der Yuan dürfte sich in der nächsten Zeit sowohl nach oben als auch nach unten bewegen. Die Notenbank selbst werde in «aussergewöhnlichen Umständen» eingreifen, um eine «exzessive Volatilität» der Wechselkurse zu verhindern.

«Kein Währungskrieg «
Ma spielte zugleich Sorgen vor einem Abwertungswettlauf herab. «China hat weder das Ziel noch die Notwendigkeit, an einem Währungskrieg teilzunehmen», sagte er. Die chinesische Zentralbank führte vergangene Woche einen neuen Mechanismus zur Festlegung des Yuan-Kurses ein, seither orientiert sich der Referenzkurs am Schlusskurs des Vortages.

Als Folge stürzte der Yuan auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren ab. Das hatte an den Finanzmärkten Sorgen ausgelöst, dass es zu einem Währungskrieg kommen könnte. Inzwischen beruhigte sich die Lage aber wieder. (awp/mc/ps)

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