Chinas Premier: Yuan wird nicht für Exportschub abgewertet

Li Keqiang
Chinas Ministerpräsident Li Keqiang.

Tianjin – Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat China Vorwürfe einer absichtlichen Abwertung der eigenen Währung zurückgewiesen. „China wird auf keinen Fall den Export durch Abwertung des Yuan stimulieren“, sagte der chinesische Premierminister Li Keqiang am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in der chinesischen Stadt Tianjin. „Jüngste Schwankungen des Wechselkurses wurden als absichtliche Massnahme angesehen, was jedoch nicht zutrifft.“ Eine einseitige Abwertung würde der chinesischen Wirtschaft mehr schaden als nutzen, sagte Li.

Der Yuan oder Renminbi, wie die Währung Chinas auch genannt wird, hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem amerikanischen Dollar deutlich an Wert verloren. Fachleute erklären die Verluste überwiegend mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China, einem stärkeren Dollar sowie dem schwächelnden chinesischen Wirtschaftswachstum. Eine absichtliche Schwächung wäre für das Land recht einfach möglich. Denn der Yuan kann – im Gegensatz zum US-Dollar – nicht frei schwanken, sondern sich nur in Grenzen bewegen. (awp/mc/ps)

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