Clientis-Banken verdienen deutlich mehr

Matthias Liechti
Matthias Liechti, CEO Clientis. (Foto: Clientis)

Bern – Die in der Clientis-Gruppe zusammengeschlossenen 14 selbständigen Regionalbanken haben im zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich mehr verdient. Unter dem Strich erwirtschafteten sie einen Konzerngewinn von 60,8 Millionen Franken, was 12,3 Prozent mehr sind als im Jahr davor.

Der Geschäftserfolg als Mass der operativen Leistungsfähigkeit stieg um 15,7 Prozent auf 69,9 Millionen Franken, wie die Bankengruppe am Donnerstag mitteilte. Der Betriebsertrag der Gruppe erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 6,7 Prozent auf 183,2 Millionen Franken.

Auch im Zinsgeschäft konnten die Banken weiter zulegen. Der Netto-Zinserfolg stieg um 5,0 Prozent auf 138,7 Millionen Franken. Das Zinsgeschäft ist mit einem Anteil von 76 Prozent der zentrale Ertragspfeiler der Banken.

Deutliche Wachstumsimpulse gab es auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der Bereich wuchs um 12,6 Prozent auf 23 Millionen Franken.

Bei den Hypothekarforderungen übertraf die Bankengruppe erstmals die Schwelle von 10 Milliarden Franken. Der Zuwachs im Jahresvergleich lag bei 5,9 Prozent auf 10,2 Milliarden Franken.

Cost-Income-Ratio deutlich verbessert
Der Geschäftsaufwand stieg um 2,7 Prozent auf 99,0 Millionen Franken. Die Zuwächse bei Personal- und Sachaufwand erfolgten dabei exakt im Gleichschritt, wie es weiter heisst.

Da die Erträge stärker zulegten als die Kosten konnte die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis zwischen Kosten und Einnahmen, deutlich verbessert werden. Sie sank auf 54,0 Prozent von 56,1 Prozent im Jahr davor und lag damit deutlich unter dem eigenen Zielwert von höchstens 60,0 Prozent.

Für das laufende Jahr 2022 sehen sich die Banken der Gruppe gut aufgestellt. Risiken werden im Tiefzinsumfeld, beim Margen- und Kostendruck sowie bei Investitionen in Innovation und Digitalisierung verortet. Genaue Zielvorgaben werden keine genannt. (awp/mc/ps)

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