CSS steigert den Gewinn im Jahr 2019 deutlich

CSS steigert den Gewinn im Jahr 2019 deutlich
Philomena Colatrella, Vorsitzende der Konzernleitung CSS. (Foto: CSS)

Luzern – Der Krankenversicherer CSS hat 2019 einen deutlich höheren Gewinn erzielt als im Jahr davor. Dazu hat vor allem das stark verbesserte Anlageergebnis beigetragen, während sich der Anstieg der bezahlten Leistungen in Grenzen hielt.

Das Gesamtergebnis des schweizweit grössten Grundversicherers stieg 2019 laut Mitteilung vom Donnerstag um gut einen Viertel auf 205 Millionen Franken. Die CSS habe dabei von der erfreulichen Entwicklung an den Finanzmärkte profitiert, heisst es.

Zum Ausdruck kommt die starke Börsen-Performance in der hohen Anlagerendite von 8,8 Prozent nach einem Minus von 1,9 Prozent 2018. Die CSS nutzte das gute Börsenjahr, um Geld für schlechtere Jahre zurückzustellen. Ein solches könnte im Zuge der Corona-Krise blühen. Die Rückstellungen für Anlagerisiken seien um knapp 330 Millionen Franken erhöht worden, schreibt die CSS.

Höhere Rückstellungen
Im Versicherungsgeschäft nahm die CSS mit den insgesamt 1,78 Millionen Versicherten Prämien in Höhe von 6,52 Milliarden Franken ein. Das ist ein Plus von knapp einem Prozent. Der Schaden- und Leistungsaufwand legte um 4 Prozent auf 5,90 Milliarden zu.

Vor diesem Hintergrund verschlechterte sich der Schaden-Kosten-Satz um 1,7 Prozentpunkte auf 97,4 Prozent. Der Grund sind höhere Rückstellungen in der Zusatzversicherung. Die Combined Ratio blieb aber unter 100 Prozent und so verdiente die CSS im Kerngeschäft weiterhin gutes Geld.

Als Teil der Combined Ratio habe man die Verwaltungskosten seit 2013 laufend reduziert. Im vergangenen Jahr fielen sie um 0,2 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent zurück. Im grössten Geschäftsteil, der Grundversicherung, liegen sie gemessen an den Einnahmen bei tiefen 4,0 Prozent.

Kunden belohnen
Die Grundversicherung steuerte 2019 mit 81 Millionen Franken rund 15 Millionen mehr zum Gruppenergebnis bei als im Vorjahr. Die Überschüsse der Grundversicherung sollen im Folgejahr jeweils in Form moderater Prämien den Kunden zugutekommen, verspricht die CSS.

Im Kerngeschäft will die Gruppe die Produkte und Dienstleistungen noch stärker auf Kundenbedürfnisse ausrichten. Zu Beginn des neuen Jahres zählt die CSS in der Grundversicherung mit 1,39 Millionen Versicherten 8’700 weniger als 2019.

Gleichzeitig wird Geld in das Projekt „Gesundheitsinitiative“ investiert, bei dem Kunden für gesundes Verhalten belohnt werden. Über einen Venturing Fonds unterstütze man überdies Start-ups, die mit Anwendungen die Qualität einer Behandlung verbessern oder kostendämpfende Lösungen entwickeln. (awp/mc/ps)

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