Der Moneycab-Börsenblog: Deutsche Bank gibt Unicredit

Der Moneycab-Börsenblog: Deutsche Bank gibt Unicredit

Der Blick an die Börse von Robert Jakob.

Sehr einfallsreich ist das Management der Deutschen Bank nicht. Mit einer Monsterkapitalerhöhung werden wieder einmal die Aktionäre zur Kasse gebeten. Das ist die dritte in nur vier Jahren (nach 2013 und 2014). Damit sollen die Kernkapitalquote gestärkt, die Horrorkosten der teuren Rechtstreitereien abgesichert und der erneute Umbau finanziert werden – alles schon mal da gewesen.

Für Aktionäre der ersten Stunde wird die Pille immer bitterer. Denn selbst wenn sich der Kurs der DB-Aktie seit dem einstelligen Rekordtief verdoppelt hat, so verbleibt ihnen die Erkenntnis: „Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben“. Von Kapitalerhöhung zu Kapitalerhöhung wurden die neuen Aktien immer billiger. Gut möglich, dass es die dritte Serie jetzt sogar zu einstelligen Preisen gibt. Damit wäre das Management am Ziel.

Cryan und Co. haben sich dabei an den Italienern orientiert. Der dortige Primus Unicredit hangelte sich ebenfalls durch mehrere Kapitalerhöhungen mit katastrophalen Folgen für die Altaktionäre. Am Ende der Strecke verkam die für Italien systemrelevante Bank fast zum Pennystock. Um eine Null vor dem Komma beim Aktienkurs zu verhindern, griff man zum Trick des Reverse Splits. 10 alte Aktien wurden zu einer neuen Aktie zusammengelegt. Damit verzehnfachte sich der Kurs zumindest optisch. Die neuen Aktien gab es dann zu 8,09 Euro. Ein Sonderpreis wie bei KiK.

Bei Unicredit brach der Kurs im Verlauf der letzten Kapitalerhöhung zunächst weiter ein, auf historisch tiefe 12 Euro. Nach Abschluss aller Transaktionen schnellte er auf 14 Euro nach oben. Einen Kick wird auch die Deutsche Bank bekommen. Vorbörslich ging es am Montag schon mal um 10 Prozent nach unten. Nach der Bekanntgabe der Zeichnungsbedingungen wird sich der Kurs auf tieferem Niveau stabilisieren. Am Ende wird es wieder mässig nach oben gehen. Das Management wird dann die Kapitalerhöhung als Erfolg feiern. Und sich einen Bonus einschenken?

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Noch nie seit dem 2. Weltkrieg haben die staatlichen Autoritäten dermassen stark und willkürlich nach dem Privatvermögen ihrer Bürger gegriffen. Unter dem Deckmantel von Terrorismusbekämpfung, Bankenrettung, ja sogar sozialer Gerechtigkeit, geht es unverblümt ans Portemonnaie. Die Hände, die danach grabschen werden immer länger, weil mit offenen Armen ausgegeben wird, was gerade erst eingenommen wurde. Hilflos kommt sich der „Steuerbürger“ vor, nein teilweise verhöhnt, wenn er sieht, was mit seinem Geld angerichtet wird. Für das wenige, das er besitzt, bekommt er noch nicht einmal einen anständigen Zins. Verständlich, dass er händeringend nach Auswegen sucht. Die Rettungswege werden immer enger, länger und sind oft mit vielerlei Hindernissen verstellt. Aber diese Schwierigkeiten kann man aus dem Weg räumen, und daher gibt es eine Rettung für das sauer verdiente Ersparte. Genau davon handelt dieses Buch.

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Zum Autor:
Robert Jakob ist promovierter Naturwissenschaftler und Buchautor, arbeitete sowohl in der Grundlagenforschung als auch für Verlage, Versicherungen und Banken. Seit Jahrzehnten ist der Kommunikationsspezialist ein ausgewiesener Kenner der Finanzszene und leitete nicht nur die Redaktion des Swiss Equity Magazins, sondern auch ein Team von Aktienanalysten.

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