Draghi tritt erneut Deflationsbefürchtungen entgegen

Mario Draghi
EZB-Präsident Mario Draghi. (Bild: EZB)

EZB-Präsident Mario Draghi. (Foto: EZB)

Washington – EZB-Präsident Mario Draghi ist erneut Befürchtungen entgegengetreten, Europa steuere auf eine die Wirtschaft bremsende Deflation zu. Er habe beim IWF über die derzeit niedrige Teuerung in der Euro-Zone gesprochen, sagte Draghi.

„Unsere Projektionen zeigen, dass unsere Inflationsraten nicht mehr weiter sinken und schrittweise in Richtung zwei Prozent bis Ende 2016 steigen dürften“, sagte der EZB-Präsident bei der Frühjahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington.

Euro-Zone in Aufwärtsbewegung
„Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Menschen Ausgabenentscheidungen aufschieben, weil sie niedrigere Preise erwarten“, sagte Draghi. Für die derzeit niedrige Inflation sind nach den Worten des Notenbank-Chefs in erster Linie sinkende Energiepreise, die Anpassungen in den Euro-Krisenländern, aber auch die Wechselkursentwicklung des Euro verantwortlich.

Wirtschaftlich befindet sich die Euro-Zone nach Draghis Worten in einer Aufwärtsbewegung. „Der Aufschwung geht weiter, er ist moderat.“ Positiv sei auch, dass er weniger ungleichmässig unter den Euro-Ländern ausfalle als in der jüngsten Vergangenheit.

Getragen werde die Erholung zudem stärker von der Binnennachfrage, gestützt werde sie von einer sehr förderlichen Geldpolitik. Allerdings bleibe die Arbeitslosigkeit inakzeptabel hoch, auch wenn sie sich zu stabilisieren scheine. (awp/mc/pg)

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