EU verschärft Kontrolle über Derivate-Handel

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Brüssel – Der ausserbörsliche Handel mit Derivaten wird in der Europäischen Union strenger kontrolliert. Das Europäische Parlament beschloss am Donnerstag in Brüssel eine Verordnung, mit der vor allem die entsprechenden Kompetenzen der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA gestärkt werden.

Mit der stärkeren Kontrolle der Finanzinstrumente, die über den Schalter hinweg gehandelt werden, zieht die EU eine Konsequenz aus der Finanzkrise von 2007. Der Handel mit diesen undurchsichtigen Finanzprodukten gilt als einer der Hauptauslöser der Krise.

Ausserbörslicher Handel über Clearinghäuser

Der ausserbörsliche Handel muss künftig über Clearinghäuser abgewickelt werden. Damit soll das Risiko eines einseitigen Kreditausfalls verringert werden. Die ESMA soll solchen Clearinghäusern auch die Lizenz entziehen können und eine Mittlerrolle bei Streitigkeiten um die Zulassung in einzelnen EU-Staaten spielen. Ein Jahr nach dem Kollaps von Lehman Brothers, einem der Hauptakteure des Derivatemarkts, hatten sich die führenden Industriestaaten auf weltweit schärfere Kontrollen geeinigt. (awp/mc/ps)

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