Ex-UBS-Topbanker Weil auf Kaution frei

US-Justiz

Fort Lauderdale – Der frühere UBS-Spitzenbanker Raoul Weil, der sich in den USA einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gestellt hat, ist von einem Gericht in Fort Lauderdale (Florida) vorerst gegen eine Kaution von 10,5 Mio Dollar auf freien Fuss gesetzt worden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verzichtete Weil am Montag darauf, sich zur Anklage zu äussern. Richter Patrick Hunt habe daraufhin den nächsten Gerichtstermin auf den 7. Januar 2014 angesetzt.

Weil sei zudem das Recht eingeräumt worden, bis dahin bei Freunden in New Jersey unterzukommen. Er musste jedoch seinen Pass abgeben und er wird elektronisch überwacht.

Weil drohen bis zu fünf Jahre Haft
Die Amerikaner werfen dem früheren Chef des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS vor, zwischen 2002 und 2007 rund 17’000 reichen Amerikanern dabei geholfen zu haben, Vermögen im Wert von 20 Mrd USD vor dem Fiskus zu verstecken. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Sein damaliger Arbeitgeber UBS, der mit dem gleichen Vorwurf konfrontiert war, konnte sich 2009 mit der Zahlung von 780 Mio USD und der Lieferung von rund 4’500 Kundennamen von einer Strafverfolgung freikaufen und ist nicht weiter betroffen.

Weil bezeichnet Vorwürfe als vollkommen ungerechtfertigt
Weil, der 2008 bei UBS ausschied, ist der ranghöchste Manager einer Schweizer Bank, der in der US-Steueraffäre vor Gericht gestellt wird. Seit die Vorwürfe gegen ihn auf dem Tisch sind, liess Weil wiederholt durch seine Anwälte erklären, er sei unschuldig und die Vorwürfe gegen ihn seien vollkommen ungerechtfertigt. (awp/mc/pg)

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