Falcon Private Bank verliert Walter Berchtold als CEO

Walter Berchtold
Walter Berchtold, ehemaliger CEO Falcon Private Bank. (Foto: Falcon PB)

Zürich – An der Führungsspitze der Falcon Private Bank kommt es zu zwei Abgängen. Walter Berchtold, der vor einem Jahr CEO des Instituts wurde, tritt von dieser Funktion zurück. Martin Keller werde per sofort Berchtolds Nachfolger, teilte das Institut am Mittwoch mit. Gleichzeitig hat Verwaltungsratspräsident Christian Wenger angekündigt, dass er sein Amt bis Ende Jahr an einen Nachfolger übergeben wird.

Berchtold werde der Bank während einer kurzen Übergangsfrist noch zur Verfügung stehen, heisst es weiter. Unterschiedliche Auffassungen zwischen Berchtold und dem Besitzer, dem Investor Aabar aus Abu Dhabi, hätten zum Abgang des CEO geführt, sagte ein Sprecher gegenüber AWP. Berchtold war frühere Konzernleitungsmitglied der Credit Suisse und trat im März 2015 in den Verwaltungsrat von Falcon ein. Im September 2016 wurde er zum CEO des Instituts ernannt.

Sein Nachfolger Martin Keller wurde im März 2017 in den Verwaltungsrat von Falcon berufen. Wenger, der seit 2005 dem Verwaltungsrat der Bank angehört, trat das Präsidium erst im März 2017 an. Er wolle für einen reibungslosen Übergang an seinen Nachfolger im Verlaufe des vierten Quartals sorgen, schreibt das Institut. Über die Nachfolge werde in Kürze informiert.

Falcon Private Bank stand 2016 wegen ihrer Rolle im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB im Visier der Untersuchungsbehörden in der Schweiz und in Singapur. (awp/mc/pg)

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