Fed sieht US-Wirtschaft weiter auf „mässigem bis moderatem“ Wachstumskurs

Fed sieht US-Wirtschaft weiter auf „mässigem bis moderatem“ Wachstumskurs
Fed-Chef Jerome Powell. (Foto: Fed/Flickr)

Washington – Das robuste Wachstum der US-Wirtschaft hat sich laut einer Umfrage der amerikanischen Notenbank Fed fortgesetzt. In den meisten Notenbankdistrikten habe die wirtschaftliche Aktivität „mässig bis moderat“ zugelegt, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht („Beige Book“). Damit hat sich die Wortwahl für die meisten Notenbankdistrikte im Vergleich zum vorangegangenen Bericht nicht verändert.

Generell bleibe der Ausblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung positiv, hiess es weiter. Allerdings habe es aus vielen Notenbankdistrikten Rückmeldungen gegeben, wonach Unternehmen wegen der jüngsten Kursschwankungen an den Finanzmärkten, steigender Zinsen und politischer Unsicherheiten weniger optimistisch als zuletzt in die Zukunft schauten.

Fachkräftemangel hält an
Nach wie vor leiden US-Unternehmen laut dem Bericht unter Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitnehmer zu finden. Als Grund gilt die starke Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, der sich in Richtung Vollbeschäftigung bewegt. Bei der Preisentwicklung meldeten die meisten Notenbankdistrikte einen mässigen bis moderaten Anstieg der Verbraucherpreise, während einige Distrikte auf steigende Löhne verwiesen hatten.

An den Finanzmärkten sorgte die Veröffentlichung des Konjunkturberichts nicht für nennenswerte Impulse. Der Eurokurs notierte weiterhin in etwa auf dem Niveau vom Vorabend.

Das Beige Book beruht auf einer Umfrage unter Unternehmen. Zudem werden auch Ökonomen, Marktexperten und andere Geschäftskontakte befragt. Es wurden Daten berücksichtigt, die bis zum 7. Januar eingegangen waren.

Für 2019 zwei Zinsschritte erwartet
Laut den im Dezember veröffentlichten Prognosen der Fed-Mitglieder ist in diesem Jahr nur noch mit zwei Zinsschritten zu rechnen. Aus den Reihen der US-Notenbank gab es in den vergangenen Wochen aber Aussagen, die auf eine langsamere Vorgehensweise bei den Zinserhöhungen hindeuten. Mehrfach wurde gesagt, dass die Notenbank „geduldig“ sein müsse.

Nachdem auch Notenbank-Präsident Jerome Powell angekündigt hatte, bei künftigen Zinsentscheidungen stärker die konjunkturelle Entwicklung im Blick zu haben, wird an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit selbst für eine einzige Zinserhöhung bis Ende 2019 als gering eingeschätzt. Derzeit ist der Leitzins in den USA in einer Spanne zwischen 2,25 bis 2,50 Prozent. (awp/mc/ps)

Federal Reserve Board

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