Fed: Vier Zinsanhebungen im laufenden Jahr?

Stanley Fischer
Stanley Fischer tritt als stellvertretender Vorsitzender der Fed ab.

Stanley Fischer, stellvertretender Vorsitzender der US-Notenbank Fed.

Washington – Die US-Notenbank Fed könnte ihren Leitzins nach Meinung ihres Vizechefs deutlich schneller anheben als bislang an den Finanzmärkten erwartet. Dies deutete der stellvertretende Notenbankchef Stanley Fischer am Mittwoch im amerikanischen Fernsehen an. Es sei im Bereich des Möglichen, dass die Fed den Leitzins in diesem Jahr viermal anhebe, sagte Fischer dem US-Sender CNBC.

Fischer bezog sich damit auf aktuelle Zinsprognosen der Notenbanker, die im Mittel auf ein derartiges Straffungstempo hindeuten. An den Finanzmärkten wird dagegen nur mit zwei Zinsanhebungen im laufenden Jahr um je 0,25 Punkte gerechnet. Fischer bezeichnete das erwartete Straffungstempo als zu langsam. Allerdings schränkte er ein, dass der tatsächliche Kurs der Fed von der konjunkturellen Entwicklung abhänge.

Rätselraten um «graduelle» Erhöhung
Mitte Dezember hatte sich die Fed mit einer kleinen Zinsanhebung von ihrer jahrelangen faktischen Nullzinspolitik verabschiedet. Zurzeit liegt der Leitzins in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Die Fed will ihren Straffungskurs «graduell» fortsetzen. Analysten und Anleger rätseln, was das genau bedeutet. Am Mittwochabend wird das Protokoll zur jüngsten Zinssitzung veröffentlicht. Fachleute erhoffen sich konkretere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed. (awp/mc/pg)

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