Finom AI: Der KI-Finanzpartner, der direkt ins Geschäftskonto integriert ist

Finom AI: Der KI-Finanzpartner, der direkt ins Geschäftskonto integriert ist
Andrew Petrov, CEO von Finom (Bild: Linkedin, Moneycab)

Amsterdam –  Finom, eine europäische Finanzplattform für KMUs und Unternehmer, launcht Finom AI. Das Tool analysiert die echten Finanzdaten der Nutzerinnen und beantwortet komplexe Finanzfragen, die direkt auf dem eigenen Konto basieren. Die Funktion ist ab sofort für alle Kunden in ganz Europa verfügbar und markiert Finoms ersten Schritt auf dem Weg vom Assistenten zum vollwertigen KI-Finanzpartner für KMU.

Finom AI ist direkt in die Finom-App für Web, iOS und Android integriert. Nutzerinnen können ihre Finanzfragen in jeder beliebigen Sprache stellen – entweder per Text oder über ein One-Tap-Diktat, bei dem das Gesprochene in Text umgewandelt wird. Die Anbindung an das Konto erfolgt nativ über das Model Context Protocol (MCP), sodass keine Uploads, CSV-Exporte oder Middleware von Drittanbietern erforderlich sind. Dabei legt die KI bei jeder Antwort offen, auf welche Daten sie sich bezieht, sodass Kontoinhabende alle Quellen und Rechenschritte transparent nachvollziehen und überprüfen können.

Entwickelt für drei Kernfragen aller Gründer

Unternehmen stehen immer wieder vor denselben Fragen: Was ist überfällig? Wo ist mein Geld hin? Und wie hoch ist mein verfügbares Guthaben an einem bestimmten Datum im Vergleich zu anstehenden Verpflichtungen?* Ein herkömmlicher Chatbot kann zwar den Begriff Cashflow definieren, er kann Gründer jedoch keine Antworten auf diese Fragen basierend auf den eigenen Zahlen liefern, weil ihm der Zugriff auf das Konto fehlt. Finom AI sitzt direkt im Konto und kann genau das – denn der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, wie klug das Modell ist, sondern darin, was es sehen kann.

„Jede Neobank in Europa hat in diesem Jahr einen KI-Assistenten auf den Markt gebracht. Die sind nützlich, aber sie warten alle immer noch darauf, dass man sie auffordert. Wir schlagen einen anderen Weg ein: Die KI sollte nicht von aussen auf dem Konto sitzen, sondern mittendrin stecken. Sie muss genau das wissen, was wir auf dem Konto sehen. So kann sie im Laufe der Zeit die Arbeit erledigen, anstatt sie nur zu beschreiben. Was wir heute launchen, ist Schritt eins – und wir sagen ganz offen, wohin die Reise als Nächstes geht“, sagt Andrew Petrov, CEO von Finom.

Direkt integriert, nicht nachträglich angedockt

Die erste KI-Welle im Finanzbereich hat bestehende Admin-Prozesse beschleunigt; neueste Entwicklungen verbinden das Konto mit allgemeinen Drittanbieter-Assistenten. Finom setzt auf den umgekehrten Weg und bringt die KI direkt ins Konto. Die KI kann so administrative Aufgaben und Aktionen zur Bestätigung für die Nutzer*innen vorbereiten.

Die McKinsey-Studie „The State of AI 2025“ belegt: Organisationen erzielen echten Wert nicht durch die klügsten Modelle, sondern indem sie ihre Workflows um die KI herum neu gestalten. Dabei gehören klar definierte, menschliche Freigabeschritte zu den erfolgreichsten Praktiken. Ein nachträglich aufgesetzter Chatbot lässt bestehende Prozesse unberührt und den Menschen aussen vor. Finom AI hingegen ist direkt in den täglichen Workflow integriert und erlaubt Nutzerinnen jede Aktion zu bestätigen.

Von Antworten zu Aktionen

Der heutige Launch ist erst der Anfang: Finom AI soll künftig zum vollwertigen Finanzpartner ausgebaut werden. Weitere Features sind bereits in Planung:

  • Heute (Beta*) – Verstehen im Dialog: Nutzer können die KI alles in natürlicher Sprache fragen und ihre Unternehmensfinanzen in einem einfachen Dialog verstehen: Sofortige Antworten zu Cashflow, Rechnungen und Ausgaben auf Basis des eigenen Kontos – via Text oder One-Tap-Diktat.
  • In wenigen Wochen – Interaktiver Sprachmodus: Kundinnen können mit ihrem Konto sprechen. Ein vollständiger, beidseitiger Sprachmodus (Fragen lautstellen, Antworten vorgelesen bekommen) in Kürze.
  • Demnächst – Delegation von Workflows: Wiederkehrende Aufgaben einfach abgeben. Finom AI bereitet Zahlungen, Rechnungen und Mahnungen so vor, dass Nutzer sie nur noch freigeben müssen. Jede Aktion erfordert zwingend eine menschliche Freigabe und das System passt sich dabei individuellen Anweisungen und Präferenzen an.
  • Zukunft – Mentale Entlastung. Abgestimmt auf die Finanzprozesse von KMUs bereitet Finom AI Routineaufgaben im Voraus zur Freigabe vor und macht auf Probleme oder Anomalien aufmerksam, noch bevor die Nutzer*innen danach fragen müssen.

„Aus der Zusammenarbeit mit mittlerweile mehr als 200.000 Unternehmen wissen wir, dass diese jede Woche Stunden damit verbringen, Transaktionen abzugleichen, Zahlungen hinterherzulaufen, Salden zu prüfen und Routineaufgaben zu erledigen“, sagt Ivo Dimitrov, CAIO und Co-Gründer von Finom. „Wir glauben, dass KI diese Arbeit nicht nur erklären, sondern erledigen sollte. Finom AI ist unser erster Schritt, um die Finanzadministration im Hintergrund verschwinden zu lassen, während Nutzerinnen die volle Kontrolle über jede Entscheidung behalten.“

Vertrauen ist Teil der Architektur

Finom AI behandelt Finanzprozesse standardmässig als hochsensibel. Nutzer werden in Echtzeit darüber informiert, dass sie mit einer KI interagieren. Geschäftsdaten dienen einzig dazu, individuelle Antworten zu liefern. Zudem ist die Interaktion ausschliesslich über authentifizierte Konten  und der Zugriff auf Daten anderer Kundinnen strikt ausgeschlossen. Formelle Datenschutzanfragen werden dabei direkt an Finoms Datenschutz-Channel weitergeleitet. Jede Antwort legt zudem die zugrunde liegenden Kontodaten offen, um eine lückenlose Überprüfung zu ermöglichen. Finom AI bietet keine Finanz-, Steuer-, Rechts-, Anlage- oder Versicherungsberatung und führt keine Aktion eigenständig aus: Jede Aktion, die Finanzen berührt oder Geld bewegt, erfordert zwingend die explizite Bestätigung und sichere Authentifizierung der Nutzer*innen.

„Das grösste Hindernis für echten Mehrwert durch KI ist nicht das Modell selbst, sondern der Zugriff auf Daten und Kontext“, sagt Alex Pires, Director bei AVP. „Unsere Mission bei Finom seit Beginn war es, durch den Aufbau des reibungslosesten KMU-Geschäftskontos in Europa, den gesamten Workflow, die Daten und letztlich die Intelligenz aufzubauen. Finom AI ist die logische Erweiterung unserer Plattform. Sie ist direkt im Konto integriert und hat dort Zugriff auf genau die Daten und den Kontext, die nötig sind, um den grösstmöglichen Mehrwert für Kundinnen zu schaffen“.

Preise und Verfügbarkeit

Finom AI ist während der MVP-Phase in allen bestehenden Finom-Tarifen ohne Aufpreis enthalten. Der Rollout erfolgt in Wellen in ganz Europa, mit einer breiten Verfügbarkeit im Laufe des Julis. (Finom/mc/hfu)

*Daten aus 18 Monaten Marktforschung im KMU-Sektor und Daten aus Finoms eigener Beta-Kohorte

**Finom AI befindet sich derzeit in der Beta-Phase; Änderungen in den Funktionen und im Zeitplan vorbehalten.


Über Finom
Finom ist die All-in-One-Finanzplattform für europäische KMUs und Unternehmer. Sie bietet Geschäftskonten, Multiwährungskonten, Karten, Buchhaltung, Rechnungsstellung und Ausgabenmanagement. Finom hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und betreut über 200.000 Unternehmen in ganz Europa, mit starker Präsenz in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Das Unternehmen besitzt eine von der niederländischen Zentralbank (DNB) ausgestellte EMI-Lizenz und ist offizieller Visa-Kartenpartner. Finom hat im Juni 2025 eine Series-C-Finanzierungsrunde über 115 Millionen Euro abgeschlossen, womit sich das Gesamtkapital auf über 300 Millionen Euro beläuft. Weitere Informationen unter finom.co.

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