GAM erleidet im dritten Quartal weitere Abflüsse

GAM erleidet im dritten Quartal weitere Abflüsse
David Jacob, Interims-CEO GAM. (Bild: LinkedIn / mc)

Zürich – Beim Vermögensverwalter GAM ist es im dritten Quartal zu weiteren Abflüssen von Kundengeldern gekommen. Das Unternehmen bestätigt den bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr.

Im wichtigen Bereich Investment Management kam es zu Nettoabflüssen von 1,4 Milliarden Franken, wie GAM am Donnerstag mitteilte. Kunden zogen im August wieder Gelder ab, nachdem sie in den beiden vorangegangenen Monaten der Bank wieder mehr Gelder anvertraut hatten. Analysten der ZKB und der Bank Vontobel hatten deshalb erwartet, dass dieses Geschäftsfeld im dritten Quartal 2019 mit keinem (ZKB) respektiven einem geringen Abfluss von 0,7 Milliarden (Vontobel) aufwarten würde.

Die stärksten Abflüsse wurden mit 1,1 Milliarden im Bereich mit speziellen festverzinslichen Anlagen verzeichnetet. Die Abflüsse betrafen hauptsächlich die GAM Local Emerging Bond und GAM Star Credit Opportunities Fonds. Darüber hinaus erfolgten Rücknahmen von Kunden bei institutionellen Mandaten.

Die Abflüsse konnten nur teilweise durch positive Marktbewegungen und Wechselkursentwicklungen von 0,4 Milliarden ausgeglichen werden. Die im Investment Management verwalteten Vermögen (AuM) gingen somit im dritten Jahresviertel gegenüber 30. Juni um 2 Prozent auf 51,1 Milliarden Franken zurück. Im September seien die verwalteten Vermögen allerdings unverändert geblieben, schrieb GAM weiter.

Rückläufige verwaltete Vermögen
Im Private Labelling, das Fondslösungen für Dritte anbietet, verzeichnete GAM hingegen einen Zufluss von 0,3 Milliarden sowie positiven Marktbewegungen und Wechselkursentwicklungen von 0,3 Milliarden. Die AuM stiegen somit gegenüber Ende Juni um 1 Prozent auf 84,6 Milliarden Franken.

Insgesamt lagen die verwalteten Vermögen in der Folge bei 135,7 Milliarden Franken. Ende Juni hatten sich diese noch auf 136,1 Milliarden Franken belaufen. Die ZKB hatte mit verwalteten Vermögen im Umfang von 135 Milliarden gerechnet.

Mit Blick nach vorne schreibt die Bank, dass sie angesichts der vielen Unsicherheiten mit einer anhaltende volatilen Marktentwicklung rechne. Dies könnte zu Anpassungen in der Asset-Allokation seitens der Kunden führen. Vor diesem Hintergrund bestätigt das Institut seine bisherige Prognose, dass der operative Gewinn vor Steuern im Jahr 2019 «aufgrund der erheblichen Abnahme der verwalteten Vermögen und der damit verbundenen Ertragsbasis deutlich unter dem Niveau von 2018 liegen wird».

Die Bank konzentriere sich ausserdem weiterhin darauf, ihr Geschäft zu vereinfachen und das Restrukturierungsprogramm erfolgreich umzusetzen. Der Fokus liege dabei auf weitere Effizienzgewinne für 2020 und darüber hinaus, hiess es weiter. (awp/mc/ps)

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