Generali erwägt Abbau von 8000 Stellen

Philippe Donnet
Generali-CEO Philippe Donnet. (Foto: Generali)

Mailand – Der italienische Versicherungskonzern Generali denkt Insiderinformationen zufolge über einen weltweiten Abbau von bis zu 8000 Arbeitsplätzen nach. In Nyon gehen rund 100 Stellen verloren, die nach Adliswil verlagert werden.

Die Generali-Angestellten in Nyon wurden am Dienstagmorgen informiert. Sie kontaktierten daraufhin die Waadtländer Grossrätin Fabienne Freymond Cantone. Diese bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung der Waadtländer Zeitung „La Côte“. Sie hat dazu eine Interpellation im Grossrat eingereicht.

Die Stadt Nyon wurde von Generali Schweiz am Nachmittag informiert. Zwar verstehe sie die Sachzwänge, denen die Gruppe ausgesetzt sei, doch bedaure sie den Entscheid, schrieb sie in einer Mitteilung. Die Behörden zeigten sich besorgt um die betroffenen Mitarbeiter und forderten den Versicherer dazu auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen. Generali Schweiz wollte sich nicht äussern. Der Versicherer kommuniziere am Donnerstag, sagte ein Sprecher der sda. In der Schweiz beschäftigt Generali mehr als 2000 Personen.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, Generali wolle bis zu 8’000 Arbeitsplätze streichen. Dabei gehe es um Stellenstreichungen ausserhalb Italiens, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Das Unternehmen hat für Mittwoch zu einem Investorentag geladen. Europas drittgrösster Versicherer beschäftigt insgesamt etwas mehr als 76’000 Mitarbeitende. Er erzielt den Grossteil seiner Einnahmen in Italien, Frankreich und Deutschland. (awp/mc/pg)

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