GKB erzielt 2018 erneut Rekordergebnis

Alois Vinzens
Alois Vinzens, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Graubündner Kantonalbank. (Foto: GKB)

Chur – Die Graubündner Kantonalbank (GKB) ist im abgelaufenen Jahr weiter gewachsen und hat erneut ein Rekordergebnis hingelegt. Schub generierte nicht zuletzt die erstmals konsolidierte Beteiligung am Vermögensverwalter Albin Kistler.

Der operative Geschäftserfolg des Bündner Kantonsinstituts lag mit 196,1 Millionen Franken auf dem Niveau des Rekordvorjahres. Der Konzerngewinn verbesserte sich gar um 2,7 Prozent auf 185,1 Millionen. Beide Gewinn-Kennzahlen übertreffen die von der Bankführung anvisierten Zielbandbreite und auch die Erwartungen der Analysten von ZKB und Research Partners.

Die Inhaber der Partizipationsscheine sollen am guten Geschäftsergebnis mit einer wiederum 40 Franken betragenden Dividende profitieren, teilte die GKB am Freitag mit.

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legt markant zu
Der Geschäftsertrag erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 392,2 Millionen Franken. Wachstumstreiber war vor allem das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, welches dank der nun konsolidierten Beteiligung am Vermögensverwalter Albin Kistler markant zulegte.

Aber auch in dem für Retailbanken wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, erhöhte sich der Nettoerfolg um 2,0 Prozent auf knapp 260 Millionen Franken. Der Wegfall von Absicherungskosten habe die Belastungen aus dem Negativzinsumfeld ausgeglichen.

Die Kundenausleihungen legten um 3,5 Prozent zu. Dazu steuerten erneut ausserhalb des Heimatkantons vergebene Hypotheken einen massgeblichen Anteil bei. Die Kundenvermögen (+3,5 Milliarden auf 33,2 Milliarden Franken) profitierten von der Vollkonsolidierung von Albin Kistler und einem hohen Neugeldzufluss. Dieser übertraf mit 924,6 Millionen die anvisierte Zielgrösse von 700 Millionen deutlich.

Mit einer Kernkapitalquote CET-1 von 18,8 Prozent verfügt die GKB weiter über eine sehr solide Eigenkapitalausstattung.

Eher zurückhaltender Ausblick
Bezüglich Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr gibt sich die Bankführung wie gewohnt eher zurückhaltend. Es sei zu erwarten, dass das Zinsergebnis aufgrund der anhaltenden Negativzinsen einen Rückgang erfahren werde. Den Geschäftserfolg sieht das Management in einer Bandbreite von 175 bis 180 Millionen. Der Konzerngewinn soll zwischen 183 bis 188 Millionen Franken zu liegen kommen. Die Prognose unterstellt, dass es keinen weiteren Abbau von Risikopositionen gibt und das Börsenumfeld stabil bleibt. (awp/mc/ps)

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