Gute Halbjahresabschlüsse der Kantonalbanken

Basler Kantonalbank
(Bild: BKB)

Basel – Die Kantonalbanken blicken auf ein gutes erstes Semester zurück. Sie konnten per 30. Juni 2018 einen Reingewinn von 1,6 Milliarden Franken erwirtschaften. Dies entspricht einer Zunahme von 29 Millionen Franken oder rund 2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die kumulierte Bilanzsumme aller 24 Institute erhöhte sich erstmals auf über 600 Milliarden Franken (+1,5%), wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken VSKB mitteilt 

Die Kantonalbanken konnten im ersten Halbjahr 2018 eine weitere Steigung des Geschäftsvolumens verzeichnen. Seit Jahresbeginn nahm die kumulierte Bilanzsumme aller 24 Institute um 1,5 Prozent auf 604 Milliarden Franken zu. Die gesamten Ausleihungen an Kunden betragen 427,5 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Wachstum von 2,3 Prozent. Die Hypothekarforderungen stiegen um rund 7 Milliarden auf 379,1 Milliarden Franken (+2%). Auf der Passivseite der Bilanz haben sich die Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden ebenfalls weiter erhöht. Die Kantonalbanken halten Kundengelder im Wert von rund 365 Milliarden Franken (+0,8%). Diese decken die Kundenausleihungen zu 85,3 Prozent.

Leichte Zunahme des Zinserfolgs
Mit einem Anteil von über 60 Prozent am Geschäftsertrag ist das Zinsgeschäft die wichtigste Ertragsposition der Kantonalbanken. Im ersten Halbjahr 2018 weisen die 24 Institute einen Netto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft von rund 2,8 Milliarden Franken aus. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einer Zunahme von 2,3 Prozent. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg in der Berichtsperiode um 4,8 Prozent und beträgt rund 1,1 Milliarden Franken. Demgegenüber war der Erfolg aus dem Handelsgeschäft gegenüber der Vorjahresperiode rückläufig (-15,5%).

Hohe betriebliche Effizienz
Der kumulierte Geschäftsertrag aller Kantonalbanken beläuft sich im ersten Semester auf 4,5 Milliarden Franken (+1,3%). Dem stehen Aufwände in Höhe von rund 2,4 Milliarden Franken (+0,8%) gegenüber. Grösste Aufwandsposition ist mit 1,5 Milliarden Franken der Personalaufwand. Der Sachaufwand beträgt 853,2 Millionen Franken. Nach wie vor zeichnen sich die Kantonalbanken durch eine sehr effiziente Leistungserbringung aus. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag (Cost-Income-Ratio) beträgt 52,8 Prozent und liegt markant unter dem Branchendurchschnitt.

Positive Gewinnentwicklung
Aus dem operativen Geschäft resultierte in der ersten Jahreshälfte 2018 ein Erfolg von 1,9 Milliarden Franken (+1,2%). Der kumulierte Periodengewinn der Kantonalbankengruppe nahm um 29,1 Millionen zu und beläuft sich auf 1,6 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Gewinnsteigerung von knapp 2 Prozent.

Ausblick
Die Mehrheit der Kantonalbanken erwartet für die zweite Jahreshälfte ein Ergebnis, dass sich in ähnlichem Rahmen des ersten Semesters bewegt. (VSKB/mc/pg)

VSKB

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