HBM hält Dividende trotz Gewinneinbruch stabil

Andreas Wicki

Andreas Wicki, CEO HBM Healthcare Investments. (Bild HBM)

Zug – Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments hat im vergangenen Geschäftsjahr die kräftige Marktkorrektur im Gesundheitssektor zu spüren bekommen und deutlich weniger verdient. Die Dividende wird allerdings stabil gehalten.

Wie die an der SIX kotierte Gesellschaft am Mittwoch mitteilt, beantragt der Verwaltungsrat eine Barausschüttung von unverändert 5,50 CHF je Aktie. Dafür muss HBM allerdings auf die Substanz zurückgreifen. Pro Aktie wurde nämlich lediglich 3,06 CHF Gewinn erwirtschaftet. Ungeachtet der Korrekturen an den Finanzmärkten sei das langfristige Wertschöpfungspotenzial im Gesundheitsmarkt intakt, heisst es.

Im per Ende März 2016 abgeschlossenen Fiskaljahr hat HBM noch einen Gewinn von insgesamt 23 Mio CHF erwirtschaftet, wie die Gesellschaft bereits Anfang April anhand ungeprüfter Zahlen in Aussicht gestellt hatte. Das Resultat wird am Mittwoch bestätigt. Im Jahr zuvor resultierten unter dem Strich noch knapp 258 Mio Gewinn.

Der Gewinneinbruch wurde mit der Volatilität im Gesundheitssektor besonders im dritten Quartal 2015 und im ersten Quartal 2016 erklärt, was teils kräftige Wertkorrekturen auf den Beteiligungen zur Folge hatte. Die Umrechnung in die Berichtswährung Schweizer Franken hatte das Ergebnis zudem mit rund 20 Mio CHF belastet.

«Äusserst solide finanziert»
Mit einem Fremdkapitalanteil von weniger als 10% des Nettovermögens und liquiden Mitteln von mehr als 100 Mio CHF sieht sich HBM weiterhin «äusserst solide» finanziert.

Die Wachstumsaussichten im Gesundheitssektor und das Wertpotenzial des Portfolios würden nach wie vor positiv beurteilt. Für die nächsten Jahre sei man weiterhin bestrebt, durchschnittliche jährliche Renditen um den zweistelligen Prozentbereich zu erzielen, wovon die Gesellschaft einen bedeutenden Anteil in Form von Barausschüttungen und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückführen werde.

Die in den vergangenen Monaten beobachtete hohe Volatilität an den Finanzmärkten dürfte laut Unternehmenseinschätzung anhalten. HBM werde kurzfristige Marktschwächen selektiv für Zukäufe bei den kotierten Unternehmen nutzen. (awp/mc/ps)

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