Helvo lanciert sein Finanzmanagement-Plattform für Schweizer KMU
Lausanne – Nach einer Beta-Phase mit rund 50 Unternehmen steht das Schweizer Fintech-Unternehmen Helvo nun KMU in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Auf der Grundlage eines Schweizer Geschäftskontos mit IBANs in CHF und EUR verbindet Helvo die Finanztools, die Schweizer KMU für ihre Geschäftstätigkeit nutzen, und vereint Konten, Zahlungen, Rechnungsstellung, Buchhaltung, Lohnabrechnung und Finanzübersicht in einem einzigen System.
Die Eröffnung eines Kontos erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung innerhalb von 48–72 Stunden; im Rahmen der öffentlichen Markteinführung erhalten alle Neukunden den ersten Monat kostenlos.
Das Schweizer Fintech-Unternehmen Helvo hat sein Finanzbetriebssystem für Schweizer KMU landesweit eingeführt, nachdem im Juni eine begrenzte Beta-Phase begonnen hatte.
Die Markteinführung erfolgt zu einer Zeit, in der die Schweiz im Bereich Digital Banking an Boden verloren hat. In Deloittes erster Studie zur Reife im Digital Banking aus dem Jahr 2018 rangierte die Schweiz noch unter den weltweit fünf besten Ländern; bis 2024 war sie auf Platz 27 zurückgefallen. Für KMU ist die praktische Herausforderung bekannt: Finanzinformationen sind oft auf separate Bank-, Buchhaltungs- und Verwaltungssysteme verteilt, was manuellen Aufwand verursacht und die Transparenz einschränkt. Helvo wurde entwickelt, um diese Bereiche miteinander zu verbinden.
Schweizer Geschäftskonto im Zentrum
Im Zentrum von Helvo steht ein Schweizer Geschäftskonto mit IBANs in CHF und EUR, das vorbehaltlich der Genehmigung innerhalb von 48–72 Stunden eröffnet werden kann. Von dort aus können Unternehmen ihre täglichen Finanzen auf einer einzigen, vernetzten Plattform verwalten, indem sie Finanzaktivitäten, Geschäftsunterlagen und Belege zusammenführen und die Informationen hinter jeder Transaktion sicher miteinander verknüpfen.
Helvo richtet sich sowohl an Unternehmer, die ihre Finanzen von Anfang weg aufbauen, als auch an bestehende KMU, die ihre fragmentierte Finanzstruktur vereinfachen möchten. Für Gründer, die ein neues Schweizer Unternehmen gründen, bietet Helvo zudem Kapitaleinzahlungskonten an, die einen unkomplizierten Weg von der Firmengründung bis zum aktiven Geschäftskonto ermöglichen.
Für etablierte KMU verbindet sich Helvo über die Schweizer Open-Banking-Infrastruktur «bLink» mit bestehenden Bankkonten, sodass Unternehmen von vernetzten Finanzabläufen, intelligenter Automatisierung und grösserer Transparenz profitieren können, ohne ihre bestehenden Bankbeziehungen aufgeben zu müssen.
Ein vernetztes System, weniger finanzielle Komplexität
Die Bündelung von Finanzinformationen an einem Ort reduziert den manuellen Aufwand für die Pflege der Unternehmensfinanzen. Aufgaben wie der Kontenabgleich, die Rechnungsbearbeitung und die Buchhaltung lassen sich zunehmend automatisieren, während Buchhalter, Treuhänder und andere Fachpartner auf eben diesen zuverlässigen Finanzdaten arbeiten können.
Je vollständiger dieses Finanzbild wird, desto besser kann Helvo im Laufe der Zeit Einblicke liefern, die Automatisierung vorantreiben und fundiertere Entscheidungsgrundlagen schaffen – das alles, während die Unternehmen weiterhin die Kontrolle darüber behalten, wie finanzielle Massnahmen initiiert und genehmigt werden.
«Den meisten kleinen Unternehmen mangelt es nicht an Finanzdaten. Das Problem ist, dass diese an verschiedenen Orten gespeichert sind und niemand die Zeit hat, sie zusammenzuführen», sagt Julien Barbotin-Larrieu, CEO von Helvo.
«Für viele KMU ist es schlichtweg nicht realistisch, einen CFO oder ein eigenes Finanzteam zu haben. Durch die Verknüpfung von Transaktionen, Rechnungen und Buchhaltungsdaten in Echtzeit bietet Helvo Unternehmern einen verlässlichen Überblick über Cashflow, Liquiditätshorizont und finanzielle Leistung. Das hilft ihnen, fundiertere Entscheidungen in Bezug auf Ausgaben, Neueinstellungen und Investitionen zu treffen, ohne jedes Mal das Gesamtbild manuell zusammenstellen zu müssen.»
Entwickelt, um mit dem Unternehmen zu wachsen
Helvo-Abonnemente beginnen bei 39 CHF pro Monat, wobei der enthaltene Umfang je nach gewähltem Plan variiert. Wenn ein Unternehmen wächst, können zusätzliche Leistungen in Bereichen wie Konten, Karten, Transaktionen und Rechnungen hinzugefügt werden. Im Rahmen dieser öffentlichen Markteinführung erhalten alle Neukunden den ersten Monat gratis.
Helvo ist keine Bank. Die Konten werden über die Hypothekarbank Lenzburg AG bereitgestellt, eine von der FINMA beaufsichtigte Schweizer Bank. Die Kundengelder werden bei der Bank verwahrt, wobei Einlagen im Rahmen des Schweizer Einlagensicherungssystems «esisuisse» bis zu CHF 10’000’000 geschützt sind.
Helvo verbindet diese regulierte Schweizer Bankinfrastruktur mit einer Technologie, die auf die spezifischen finanziellen und administrativen Anforderungen von Schweizer KMU zugeschnitten ist.
Diese Grundlage schafft zudem das Potenzial, den Zugang zu KMU-Finanzierungen zu verbessern. Durch die Zusammenführung aktueller Buchhaltungs- und Transaktionsdaten der Unternehmen, die die Plattform nutzen, beabsichtigt Helvo, mit regulierten Kreditpartnern zusammenzuarbeiten, um eine schnellere Prüfung kleinerer KMU-Finanzierungsanträge zu ermöglichen, wobei Kreditentscheide und die Kreditvergabe weiterhin bei diesen Partnern liegen.
«Schweizer Unternehmen haben bereits Zugang zu hervorragenden Banken, Buchhaltern, Treuhändern und Finanzinstrumenten. Die Chance liegt darin, diese verschiedenen Aspekte der Unternehmensführung besser aufeinander abzustimmen», sagt Barbotin-Larrieu. «Wenn wir den administrativen Aufwand reduzieren und die Hindernisse beseitigen können, mit denen KMU täglich konfrontiert sind, geben wir Unternehmern mehr Zeit, sich auf ihre Kunden zu konzentrieren, zu investieren und zu wachsen – und davon profitiert letztendlich die gesamte Schweizer Wirtschaft.»
«Die Finanzierung ist ein logischer nächster Schritt. Die Finanzinformationen, die erforderlich sind, um ein gesundes Schweizer Unternehmen zu verstehen, sollten nicht jedes Mal, sobald eine Finanzierung benötigt wird, von Grund auf neu zusammengestellt werden müssen. Unsere Aufgabe ist es, diese Informationen für regulierte Kreditpartner übersichtlicher und leichter zugänglich zu machen, damit Entscheidungen potenziell schneller getroffen werden können.»
Helvo strebt an, bis Ende 2026 500 Schweizer Unternehmen auf der Plattform zu vereinen, während es sein Finanzbetriebssystem auf dem gesamten Schweizer KMU-Markt ausbaut. (Helvo/mc/hfu)
| Über Helvo Helvo entwickelt das Finanzbetriebssystem für Schweizer KMU. Es vereint Geschäftskonten, Zahlungsverkehr, Karten, Rechnungsstellung, Lohnabrechnung, Buchhaltung und Finanzanalysen an einem Ort, automatisiert Verwaltungsaufgaben und bietet Unternehmern einen Echtzeit-Überblick über die Unternehmensfinanzen. Die Konten werden von der regulierten Hypothekarbank Lenzburg bereitgestellt, während Helvo die Technologie und die Benutzererfahrung liefert. Helvo wurde 2024 gegründet und hat seinen Sitz im Millennium in Crissier, Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt 26 Mitarbeitende in der Schweiz und in Finnland und vereint Fachwissen in den Bereichen Bankwesen, Technologie, Einhaltung regulatorischer Vorschriften und Unternehmertum. www.helvo.com |