HWZ: Retailbanken-Markenlandschaft Schweiz 2012

HWZ: Retailbanken-Markenlandschaft Schweiz 2012

(Foto: © Tatjana Balzer – Fotolia.com)

Zürich – Für die Schweizer Bevölkerung ist die Raiffeisen die sympathischste Bankenmarke der Schweiz, am meisten genutzt werden hingegen die PostFinance sowie die Kantonalbanken.

Viele weitere spannende Erkenntnisse über die Schweizer Retailbanken-Markenlandschaft lassen sich in der soeben veröffentlichten Studie nachlesen, welche die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich gemeinsam mit in flagranti und blue eyes marketing verfasst hat. Befragt wurden 3‘507 Konsumenten der deutschen Schweiz. Die breit angelegte Studie verleiht dem Leser interessante Einblicke in die Wahrnehmung von Schweizer Bankenmarken aus der Sicht der Konsumenten.

Kommunikationsverhalten der UBS hat schlecht abgeschnitten
Basierend auf einer repräsentativen empirischen Untersuchung, beurteilten die befragten Probanden die Stärke der untersuchten Marken sowie die Voraussetzungen, welche eine Bank erfüllen muss, um als stark und sympathisch eingeschätzt zu werden. Zudem erforscht die Studie die Wahrnehmung der Bankenmarken im Krisenfall. So wird beispielsweise aufgezeigt, inwiefern die Konsumenten die Krisenkommunikation eingeschätzt und wahrgenommen haben. Schlechte Noten gab es hierbei für die UBS, wobei 57% der befragten Konsumenten der Meinung waren, dass die Grossbank während der Krise am schlechtesten kommuniziert hat. „Dies ist für die UBS eine schlechte Voraussetzung, um mit dem aktuellen Skandal der LiborManipulation umzugehen“, so Markus Britschgi, Co-Autor der Studie.

Bank muss sowohl online wie auch offline den Dialog zur Kundschaft pflegen
Schliesslich beleuchtet die Studie die wichtigsten Anforderungen, welche eine Bank hinsichtlich seiner (potentiellen) Kunden erfüllen muss, um auf der ganzen Wertschöpfungskette erfolgreich zu sein. Hierbei deckt die Studie auf, dass eine Bank sowohl online wie auch offline den Dialog zur Kundschaft pflegen muss. Für die Kunden der Credit Suisse und der PostFinance ist die Online-Präsenz besonders wichtig, hingegen schätzen es die Raiffeisen-Kunden mehr als alle andere Kunden, dass die Bank eine Filiale in ihrer Nähe hat. „Eine Bankenmarke muss bei der richtigen Wahl der Kommunikationskanäle besonders achtgeben, so dass die Zielgruppen effizient erreicht und bearbeitet werden können“, führt Michael Hählen aus, Co-Autor der Studie.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Retailbanken-Markenlandschaft Schweiz lassen sich in folgende vier Aussagen zusammenfassen:

  • Die Probanden beurteilen die Bankenmarken Credit Suisse und UBS hinsichtlich Markenstärke, Sympathie und Krisenkommunikation konsequent am schlechtesten.
  • Aus der Sicht der befragten Konsumenten muss eine Bank nicht unbedingt erfolgreich sein, um als sympathisch wahrgenommen zu werden. Wichtiger ist dabei die Vermittlung von Vertrauen, Sicherheit und Fairness.
  • Im Krisenfall ist die mit Abstand am wenigsten geschätzte Kommunikationsform die Information über die Medien. Kunden bevorzugen es, persönlich informiert zu werden.
  • Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis der angebotenen Finanzdienstleistungen sowie eine qualifizierte Beratung gehören zu den wichtigsten Anforderungen eines Konsumenten, damit dieser eine bestimmte Marke überhaupt in Betracht zieht.

Die Studie richtet sich nicht nur an Branchenspezialisten und die Medien. Die Untersuchung beinhaltet auch wichtige Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für Markenverantwortliche und Führungskräfte von Banken. Die umfassende Studie kann unter [email protected] für einen Preis von CHF 360.- bestellt werden. (HWZ/mc/hfu)

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