IHAG-Kommentar: Volatilität hält an

Symbolbild IHAG Privatbank

Zürich – Die Börsen profitierten in der letzten Woche zeitweise von einer gewissen Entspannung in der Krise um die Ukraine und die Halbinsel Krim. Allerdings differenzierten die Investoren nach Regionen. Der S&P500 konnte seinen Höhenflug fortsetzen und beendete die Woche abermals auf neuen Rekordwerten. Über die Woche resultierte ein Plus von 1%. In Europa war die Volatilität höher, vor allem im Dax. Der deutsche Markt konnte sich zwar am Dienstag von seinem Sell-Off am Montag erholen, beendete die Woche aber trotzdem mit einem Verlust von 3.5%. Der defensivere SMI verlor 1.1%.

Der Euro bleibt trotz der höheren geopolitischen Unsicherheiten gefragt. Zudem profitierte die Einheitswährung vom Verzicht auf eine Zinssenkung durch die EZB. Unter dem Strich verteuerte sich der Euro gegenüber dem USD um ein halbes Prozent. Es handelt sich damit um den fünften Wochengewinn in Folge. Der Schweizer Franken stabilisierte sich unter dem Level von 1.22. Der USD/CHF beendete die Woche bei 0.877 Rappen, was dem tiefsten Wert seit November 2011 gleichkommt.

Krise in der Ukraine hält Ölpreis hoch
Die Ölpreisentwicklung war in der letzten Woche von einer hohen Volatilität gekennzeichnet, mit dem Resultat einer Seitwärtsentwicklung. Die Krise in der Ukraine hält den Preis hoch. Dazu kommen hohe Ölimporte aus China. Gold blieb auch in der letzten Woche gesucht, verlor aber am Freitag aufgrund stärker als erwarteter Arbeitsmarktdaten an Terrain. Gold profitiert von seinem Status als sicherer Hafen und vom schwachen USD. Wir denken, dass das Reboundpotential beim Gold ausgeschöpft ist und rechnen mittelfristig wieder mit tieferen Preisen.

Börsen in volatilem Seitwärtsmarkt
Wie geht es an den Börsen weiter? Wir halten grundsätzlich an unserer Meinung fest, dass sich die Börsen in einer Konsolidierung respektive in einem volatilen Seitwärtsmarkt befinden. Allerdings muss nach Regionen unterschieden werden. Am höchsten sind die Risiken sicherlich in den Emerging Markets. Zu den wirtschaftlichen Fragezeichen kommen Wahlen mit ungewissem Ausgang in Ländern wie Indonesien, Thailand, Südafrika und Kolumbien. Besser sehen dagegen die USA aus. Die Wirtschaftsdaten, die bis jetzt in diesem Jahr veröffentlicht wurden, konnten zwar nicht überzeugen. Wir denken, dass einiges davon wetterbedingt war, womit eine Aufholbewegung im 2. Quartal wahrscheinlich erscheint. Ob die US-Börse ihren Höhenflug fortzusetzen vermag, bleibt abzuwarten. Eine Konsolidierung würden wir aber mehr als gesund einstufen.

Starker Euro belastet europäische Unternehmen
In Europa hellt sich das wirtschaftliche Umfeld langsam auf. Auf der anderen Seite leiden viele europäische Firmen unter dem relativ starken Euro, wie man diversen Unternehmensabschlüssen entnehmen kann. Dazu kommen politische Risiken mit der Nähe zu Russland und der Abhängigkeit von dessen Gas. Wir sind deshalb der Ansicht, dass beispielsweise der Dax in den nächsten Wochen im Band von 9‘000 bis 9‘700 Punkten bewegen wird. Für den Investor heisst dies in der Konsequenz vorsichtig zu agieren und Cash bereitzuhalten.

Daimler und Continental im Fokus
Bei Investitionen favorisieren wir Titel mit relativer Stärke, die den Index outperformen können. In Europa gefallen uns in dieser Hinsicht beispielsweise die Aktien von Daimler und Continental. Daimler kann von einer jungen Produktepalette profitieren und Continental hat fürs 2013 gute Zahlen ausgewiesen und kann in 2014 weiter wachsen. In den USA gefällt uns die Medienaktie Walt Disney. Der Sportsender ESPN liegt im Trend und die Leute strömen wieder mehr in die Themenparks und geben Geld aus. Weiter generiert Disney einen hohen Free Cash Flow und kauft Aktien zurück. (IHAG/wum/mc/ps)

IHAG Logo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.