IHAG-Kommentar: Zweite Woche mit Erholung

Symbolbild IHAG Privatbank

Zürich – Nach dem nervösen Einbruch am Freitagabend der Vorwoche, haben die Hoffnungen auf eine Entspannung in den Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten zu einer weiteren Erholung der Börsen geführt. Der Euro Stoxx50 gewann über die Woche 2.1%, der Dax 2.7% und der SMI 2.2% In den USA kletterte der S&P 500 am Donnerstag gar auf sein Allzeithöchst und auch der Dow Jones überwand die psychologisch wichtige Marke von 17‘000.

Im Gegenzug stiegen die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen in den USA 10 Basispunkte und in Deutschland sowie der Schweiz 5 Basispunkte. Bei den Währungen kam es zu einer klaren Erstarkung des USD. Der EUR/USD Kurs sank auf 1.324 und der USD/CHF nahm die Hürde bei 0.91. Der EUR/CHF konnte am Freitag noch knapp über 1.21 gehalten werden.

Mit der Entspannung an den Börsen kam der Goldkurs auf USD 1278 pro Unze zurück. Nach dem mehrwöchigen Sinkflug scheint sich der Ölpreis bei USD 102 pro Barrel Brent zu stabilisieren. Es kam unter Druck, weil das Angebot trotz Unruhen in Lybien und Irak bisher aufrecht erhalten werden konnte und die Nachfrage wegen der sich nur langsam erholenden Weltkonjunktur lediglich verhalten gesehen wird.

Keine neuen Erkenntnisse durch Fed-Minutes
Die Fed-Minutes haben keine neuen Erkenntnisse gebracht. Eine Zinswende ist weiterhin nicht zu terminieren. Auch am Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole berichtete die FED-Chefin Yanet Yellen nichts Neues. Der Arbeitsmarkt wird genau beobachtet. Allerdings hatte auch Mario Draghi einen Auftritt. Die EZB sei jederzeit bereit zu Handeln. Dies wurde von Börsen heute dahingehend interpretiert, dass weitere monetäre Stimuli im Köcher liegen.

Die Erholung in Europa ging in der zweiten Woche weiter, wenn auch mit wenig Volumen. Die Stimmung schwankt zwischen Hoffen und Bangen. Mittlerweile belegen Daten aus in den USA gelisteten ETF’s Abflüsse aus europäischen Aktien. Ein Trend, welcher von Händlern bei einzelnen Werten schon seit Wochen beobachtet wurde. Dennoch scheint der Druck nachzulassen. Die Börsen-Indices schleichen auch in Europa seit zwei Wochen nach oben. Allerdings sind Kurskorrekturen immer heftig und kurz, Erholung dauern meist länger und brauchen Nerven.

Was bringt das Treffen Putin mit Porschenko?
Wie geht es nun weiter? Im Fokus steht klar das Treffen der Minister Putin und Poroschenko vom Dienstag 26. August am Rande des eurasischen Handelsmeetings. Eine schnelle Einigung ist kaum zu erwarten, aber ein Gespräch lässt immerhin die Hoffnung auf eine Begrenzung des Konfliktes und Vermeidung einer Eskalation des Wirtschaftskrieges zwischen West und Ost zu. Ein auch nur geringes Einlenken von Putin würde die Börsen weiter nach oben bringen, ein Abbruch der Gespräche wohl zu Gewinnmitnahmen führen.

In diesem unsicheren Umfeld gefällt die solide Swisscom. Der Halbjahresabschluss lag im Rahmen der Erwartungen und die Aktie weist vom Herbst bis zur Dividendenzahlung historisch meist eine gute Kurssteigerung auf. Aber auch die neu auf die Aktienliste genommene Aktie von Symrise, welche mit Aromen und Riechstoffen als Zulieferer für Artikel des täglichen Gebrauchs wenig Schwankungen ausgesetzt ist (Berichte zu beiden Titeln weiter vorne). (IHAG/frp/mc/ps)

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