Investor Confidence Index im April sinkt um 1,3 auf 119,0 Zähler

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(Foto: Dreaming Andy - Fotolia.com)

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Zürich – State Street Global Exchange hat die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index (ICI) für April 2014 bekannt gegeben: Der globale ICI sank im April um 1,3 Punkte auf 119,0 Zähler, worin sich eine etwas höhere Risikoaversion institutionelle Anleger vorwiegend in Nordamerika und Europa spiegelte: So fiel der nordamerikanische ICI auf um 2,4 Punkte auf 121,8 Zähler. Gleichzeitig sank der europäische ICI etwas stärker um insgesamt 6,5 Punkte auf 102,0 Zähler – so tief wie seit fünf Monaten nicht. Die Risikobereitschaft in Asien stieg dagegen im vierten Monat in Folge: Der asiatischen ICI legte 1,4 Punkte auf 115,5 Punkte zu.

Der Investor Confidence Index wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates, dem wissenschaftlichen Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange, entwickelt. Er misst das Anlegervertrauen oder die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Der Index definiert Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern genau: Je grösser der Portfolioanteil von Aktien, desto grösser ist auch die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt dabei als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der ICI auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Anleger und nicht auf Meinungen.

Hin und Her der Anleger
„Unsere Daten zeigen ein Hin und Her der Anleger im April“, sagte O’Connell. „Zu Beginn des Monats haben wir Gewinnmitnahmen institutioneller Anleger gesehen, weil die Lage in der Ukraine sie zur Vorsicht veranlasst hat. Im weiteren Verlauf des Aprils ist wieder selektiv zugekauft worden, wovon Schwellenländer profitierten. Im Vergleich zum während der Krisen der vergangenen Jahre vorherrschenden Risk-on/Risk-off-Modus differenzieren die Anleger jedoch viel stärker nach Ländern und zeigen bei Investitionen keine allumfassenden systemischen Sorgen.“

Vertrauen europäischer Anleger auf Fünf-Monats-Tief
„Die regionalen Unterschiede sind sehr aussagekräftig, zeigen sie doch genau, wo der Schuh drückt“, kommentierte Michael Metcalfe, Head of Cross Strategy Research von State Street Global Markets. „Das Vertrauen europäischer Investoren fiel auf ein Fünf-Monats-Tief. Angesichts der Angst vor einer weiter fallenden Inflation, Unsicherheit über die Reaktion der Europäischen Zentralbank und anhaltende geopolitische Bedenken ist das fragile Investorenvertrauen in der Region verständlich.“

Über den State Street Investor Confidence Index:
Der Index wird weltweit am letzten Dienstag eines Monats um 16 Uhr Schweizer Zeit (10 Uhr Bostoner Zeit) veröffentlicht.

Weitere Informationen zum State Street Investor Confidence Index

State Street Corporation ist einer der weltweit führenden Spezialisten bei Dienstleistungen für institutionelle Investoren (Investmentdienstleistungen, Investmentmanagement, Investment Research sowie Dienstleistungen für den Wertpapier- und Devisenhandel). Mit 19,9 Billionen € unter Verwahrung und Administration und 1,7 Billionen € unter Verwaltung per Ende März 2014 ist State Street in mehr als 100 Märkten weltweit tätig, unter anderem in den USA, Europa, im Nahen Osten, und in Asien.

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