Inyova-Umfrage: Grossteil der Schweizer verschenkt sechsstellige Summe bei der 3a-Vorsorge

Inyova-Umfrage: Grossteil der Schweizer verschenkt sechsstellige Summe bei der 3a-Vorsorge
Kommentar von Tillmann Lang, CEO und Co-Gründer Inyova. (Bild: Inyova)

Zürich – Inyova, die Schweizer Impact Investing Plattform, hat zusammen mit dem Meinungsinstitut LINK im Oktober eine umfassende, repräsentative Umfrage zum Thema 3a-Vorsorge durchgeführt. „Die Ergebnisse sind gravierend“, berichtet Tillmann Lang, CEO und Co-Gründer von Inyova. „Ein Grossteil der Schweizer nutzt zwar die 3a-Säule, verschenkt aber hohe Summen in der Altersvorsorge, da sie hauptsächlich Sparkonten oder -policen mit festem Zins wählen.“

Gut CHF 400’000[1] sind das für Anleger*innen in 30 Jahren, die sie mehr in einer alternativen Aktienanlage erhalten hätten, als beispielsweise bei der Anlage auf einem Sparkonto. Gründe scheinen – so die Ergebnisse der Studie – vor allem in einem geringen Finanz-Know-how zu liegen (36 Prozent: Kenne mich in der Thematik nicht aus), was viele Anleger zu einer sicherheitsorientierten Variante (33 Prozent: Ist mir zu riskant) veranlasst.

Für die Gruppe der Schweizer, die über kein 3a-Produkt verfügt – das ist aktuell jeder Vierte – steht Nachhaltigkeit als wichtiges Produktkriterium mittlerweile an zweiter Stelle (55 Prozent), nach dem Wunsch nach Sicherheit mit 68 Prozent. Und dies deutlich vor dem Wunsch einer einfachen Nutzbarkeit (47 Prozent) und eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften (30 Prozent). „Die Welt verändert sich zunehmend schneller. Die Menschen wollen zunehmend direkt in die Unternehmen investieren, die uns auf dem Weg zu einer sauberen, grünen Wirtschaft der Zukunft voranbringen werden. Dies gilt gerade für langfristige Anlagen, wie bei einer Altersvorsorge über 3a“, führt Lang weiter aus. „Die Resultate zeigen, dass wir als einziger Anbieter mit nachhaltiger Einzelaktienanlage für die Verbraucher ab einem geringen Betrag ab CHF 100 ein zielgerichtetes Produkt für den Markt entwickelt haben.“ Dieses nachhaltige 3a-Produkt auf Basis von Einzelaktien hat Inyova wegen einer hohen Nachfrage mit einer Warteliste im August lanciert.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
Die umfangreiche Grundlagenstudie zum Thema 3a-Vorsorge (1’052 Befragte in der West- und Ostschweiz im Alter von 18-60 Jahren) wurde im Oktober durchgeführt. Drei Viertel der Befragten verfügen über eine 3a-Vorsorge bei einer Bank und/oder Versicherung. Dabei sind 60 Prozent mit einem festen Zins angelegt. „Ein Vergleich der verschiedenen Anlageformen zeigt in der Langfristigkeit enorme Unterschiede“, so Tillmann Lang weiter. Berechnungen[2] (alle Details dazu im Inyova Whitepaper zur 3a-Vorsorge) zeigen, dass man nach 30 Jahren Einzahlung in eine 3a-Vorsorge mit Aktien etwa CHF 667’513 erwirtschaften hätte, im Gegensatz zu CHF 266’423 auf einem Sparkonto. Noch grösser wird die Schere zwischen den Anlageformen, fängt man das Investment bereits früh an. Nach 40 Jahren stehen sich CHF 1’393’910 und CHF 388’928 gegenüber. Diese Berechnungen basieren auf der historischen Rendite des weltweit diversifizierten Aktienportfolios der letzten 25 Jahre, das eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,7 Prozent erzielte.

Was sind die Gründe für jeden vierten Schweizer, noch keine 3a-Vorsorge zu nutzen?
Bei der grössten Gruppe (57 Prozent) sind es die fehlenden finanziellen Mittel. „Dabei wird nicht berücksichtigt, dass auch schon kleinere Beträge eine grosse Wirkung erzielen können“, berichtet Lang. Zahlt ein Schweizer mit 25 Jahren jährlich CHF 1’000 ein, hat er mit 65 Jahren bei einer Aktienanlage eine Summe von etwa CHF 205’000 zur Verfügung, nimmt man als Grundlage den historischen Rendite-Durchschnitt von 7,7 Prozent.

Mit 30 und 21 Prozent folgen allerdings zwei weitere essentielle Gründe auf den Plätzen zwei und drei, die es nach Meinung von Lang anzugehen gilt. Das Aufschieben des Vorsorge-Themas auf später und das Empfinden, sich mit Finanzen nicht auszukennen, sind Hürden für die Befragten. „Dass das Thema Finanzen nach wie vor ein schwieriges bei vielen Schweizern ist, zeigt sich in zahlreichen Antworten der Studie“, erklärt Lang. „Wir sehen es bei uns, dass es eine einfache digitale Anlageform braucht, die selbsterklärend ist. So ist jeder dritte neue Impact Investor bei uns ein Erstanleger.“

Weitere Daten und Informationen finden sich im aktuellen Whitepaper, das Inyova zusammengestellt hat und auch auf der Internetseite inyova.ch zu finden ist.

[1] Die Berechnungen dazu finden sich in dem Inyova Whitepaper.
[2] Die Berechnungen gehen von der durchschnittlichen jährlichen Börsenrendite der letzten 25 Jahre (7,71 Prozent) und einer jährlichen Einlage von CHF 6`800 aus. Die Gebühren von 0,8 Prozent werden abgezogen. Die Berechnungen basieren auf einem hundertprozentigen Aktienportfolio. Bei Inyova ist es auch möglich, grüne Anleihen ins Portfolio aufzunehmen.

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