Cembra Money Bank heben beim Börsendebut ab

Robert Oudmayer

Robert Oudmayer, CEO GE Money Bank bzw. Cembra Money Bank. (Bild: GE Money Bank)

Zürich – Die Aktien der einstigen GE Money Bank, die neu Cembra Money Bank heisst, heben unmittelbar nach ihrem Debut an der Schweizer Börse ab. Anleger rissen sich um das Papier, welches am Berichtstag mit einem Plus von knapp 14% über dem Ausgabepreis von 51 CHF schloss.

Die erste Transaktion mit Cembra-Aktien unmittelbar bei Handelsbeginn am Mittwoch um 9 Uhr kam bei einem Preis von 54,50 CHF zu Stande. Danach stieg der Kurs weiter an und schloss bei 57,90 CHF. Zudem waren die Handelsvolumen am ersten Börsentag von Cembra sehr hoch. So sind mehr als 6,2 Mio Aktien gehandelt worden – von 18 Mio, welche am Markt platziert worden sind. Der Börsengang des Konsumkreditinstituts darf damit als geglückt bezeichnet werden.

Reges Interesse
Bei der Platzierung ihrer Aktien an der Börse ist die GE Money Bank auf ein reges Interesse der Anleger gestossen. So wurden deutlich mehr Anteile am Konsumkreditinstitut nachgefragt als ausgegeben werden. Dies erklärt den hohen Ausgabepreis der Aktien von 51 CHF pro Anteilsschein. Die vorgelegte Preisspanne hatte zwischen 43 bis 51 CHF gelegen. Die GE Money Bank, die sich mit ihrem Börsengang in Cembra Money Bank unbenennt, kam zu diesem Zeitpunkt auf einen Börsenwert von über 1,5 Mrd CHF.

Mit dem Börsengang löst die vormalige Besitzerin von Cembra, der amerikanische Megakonzern General Electrics (GE) respektive dessen Tochter GE Capital, 918 Mio CHF. Bei GE verbleiben vorerst 40%.

Falls die Mehrzuteilungsoptionen vollständig ausgeübt werden, wird die Beteiligung von GE an Cembra unter einen Drittel fallen. Für diese gilt dann aber ein Verkaufsverbot von sechs respektive zwölf Monaten.

Börsengänge zuletzt eher selten
Börsengänge in der Schweiz sind in letzter Zeit rar geworden. Die letzte grössere Publikumsöffnung erfolgte im März 2012, als der Handelskonzern DKSH an der SIX Swiss Exchange debütierte.

Cembra ist das erste Unternehmen, das sich in diesem Jahr an die Börse wagt. Der Börsengang des Zürcher Immobilienunternehmens Ledermann wurde am 8. Oktober abgeblasen. Offenbar gab es kein ausreichendes Interesse an den Ledermann-Aktien, speziell von der Seite der institutionellen Anleger. (awp/mc/pg)

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