IWF zeigt sich besorgt über Belgien

Dominique Strauss-Kahn

IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn.

München – Die Sorgen über hochverschuldete Euro-Länder beschränken sich nicht auf Griechenland, Irland und Portugal: Inzwischen sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) laut einem Pressebericht auch Belgien als gefährdet an.

«Der hohe Schuldenstand, die Fälligkeiten der Staatsanleihen und die Abhängigkeit von ausländischem Kapital bergen hohe Kreditrisiken, wenn sich die Stimmung der Investoren verschlechtert», zitiert die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) am Freitag aus einer aktuellen IWF-Analyse, die der Zeitung vorliegt.

«Belgien hat ein Refinanzierungsrisiko.»
Der #IWF kommt demnach in seiner Studie zu dem Schluss: «Belgien hat ein Refinanzierungsrisiko.» Dieses Risiko ist der Zeitung zufolge an den Kreditzinsen derzeit nicht ablesbar. Belgien muss nur rund vier Prozent Zins bezahlen, um sich auf zehn Jahre zu verschulden. Bei Irland und Portugal hätten die Debatten über eine Zuflucht unter den EU-Rettungsschirm ab einem Niveau von sieben Prozent begonnen. Allerdings ist Belgiens Staatshaushalt zu 100 Prozent verschuldet, bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Das ist nach Griechenland und Italien der dritthöchste Schuldenstand in der Eurozone. (awp/mc/ps)

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