IWF sieht europäische Banken in Gefahr

Christine Lagarde
IWF-Direktorin Christine Lagarde.

IWF-Chefin Christine Lagarde.

Frankfurt am Main – Der Internationale Währungsfonds (IWF) zweifelt laut einem Pressebericht an der Stabilität europäischer Banken. Nach Informationen der «Financial Times» (Donnerstag) kommt der IWF in einem Entwurf für seinen Finanzstabilitätsreport zu dem Schluss, dass in den Bankbilanzen europäischer Kredithäuser wegen der Schuldenkrise grosse Löcher klaffen.

Ursache seien die Anleihen von Euro-Schuldensündern. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte die europäischen Staaten jüngst aufgefordert, Banken zu rekapitalisieren und dafür massive Kritik geerntet.

Spaniens Finanzministerin: «IWF-Einschätzung ist verfälscht»

Dem Bericht zufolge schätzt der IWF das Eigenkapital der Banken um 200 Milliarden Euro niedriger, wenn sie ihre Anleihen aus den Krisenstaaten zu Marktpreisen bewerteten. Die Ökonomen nutzten für ihre Schätzungen demnach Kreditausfallversicherungen auf Anleihen aus Euro-Krisenstaaten, um den Wert der Papiere zu Marktpreisen zu schätzen. «Die IWF-Einschätzung ist verfälscht», sagte Spaniens Finanzministerin Elena Salgado dem Blatt. Sie wies darauf hin, dass der IWF im Finanzstabilitätsbericht von Oktober 2009 den Abschreibungsbedarf europäischer Banken überschätzt habe und ihn um ein Viertel senken musste. (awp/mc/upd/ps)

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