Kantonalbanken sind am häufigsten die Hauptbank
Zürich – Bei der Wahl ihrer Hauptbank entscheiden sich Schweizerinnen und Schweizer weiterhin am häufigsten für eine Kantonalbank. Knapp dahinter kommen die Raiffeisenbanken, während die UBS weiter klar unter dem kombinierten Anteil von UBS und CS von vor der Fusion bleibt.
Insgesamt nannten in einer Umfrage 28 Prozent der Personen eine der insgesamt 24 Kantonalbanken als ihre Hauptbank, wie der neuen «IFZ Retail Banking-Studie» des Instituts für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern zu entnehmen ist. Ein Jahr davor waren es rund 26 Prozent gewesen.
UBS auf Platz Vier
Die Kantonalbanken liegen damit knapp vor den Raiffeisenbanken, die stabil bei einem Anteil von 25 Prozent bleiben. Dahinter folgt die Postfinance, die von 19 Prozent genannt wird. Als Hauptbank gilt die Bank, über die Kundinnen und Kunden den wesentlichen Teil ihrer alltäglichen Bankgeschäfte abwickeln, also etwa Lohneingang und Zahlungsverkehr.
Die Grossbank UBS wird von 17 Prozent der befragten Personen als Hauptbank genannt. Die Fusion mit der Credit Suisse hat dabei zu einem Rückgang geführt: Vor zwei Jahren lag der kumulierte Anteil von UBS und Credit Suisse noch bei rund 20 Prozent.
Schwerer Stand für Digitalbanken
Die vier Bankengruppen vereinen damit 89 Prozent aller Hauptbank-Verbindungen in der Schweiz. Die «weiteren Banken» – dazu gehören Regionalbanken, Migros Bank, Bank Cler oder die Alternative Bank – kommen auf 9 Prozent.
Noch kaum als Hauptbanken genutzt werden Digitalbanken wie Revolut, Swissquote oder Yuh: Ihr Marktanteil beträgt gerade einmal 2,5 Prozent – und dies trotz stark steigender Nutzerzahlen. Für Revolut, Yuh und Co. bleibe der Schritt von der ergänzenden Bankverbindung zur zentralen Bank für den Alltag noch immer eine wesentliche Herausforderung, heisst es.
Unterschiedliche Sprachregionen
Klare Unterschiede gibt es derweil zwischen den Sprachregionen. So sind die Kantonalbanken in der Westschweiz mit 30 Prozent besonders stark verankert. In der italienischen Schweiz dagegen nennen nur 10 Prozent eine Kantonalbank als Hauptbank. Dort liegen Raiffeisen (33 Prozent) und UBS (20 Prozent) deutlich vorne.
Auch beim Alter zeigen sich Unterschiede bei der Wahl der Hauptbank. So ist Raiffeisen bei den jüngeren Personen (Generation Z und Millenials) mit 27 Prozent stärker vertreten, bei den älteren Personen lieget der Anteil nur bei rund 21 Prozent. Letztere nennen dagegen häufiger die Postfinance als Hauptbank.
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von insgesamt 2016 in der Schweiz wohnhaften Personen zwischen 16 und 89 Jahren. Die Erhebung wurde im Zeitraum vom 29. Mai bis 11. Juni 2026 durchgeführt. (awp/mc/ps)