Kantonalbanken steigern Gewinn

Hanspeter Hess

Hanspeter Hess, Direktor VSKB Verband der Schweizerischen Kantonalbanken.

Basel – Die gute Entwicklung im wichtigen Zinsgeschäft und insgesamt tiefere Kosten haben den 24 Kantonalbanken in der Schweiz zu einem guten ersten Halbjahr 2011 verholfen. Zusammen erreichten sei mit 1,3 Mrd CHF Gewinn ein um 3,8% besseres Resultat als im Vorjahr.

Das Zinsgeschäft legte um 2,6% auf 2,6 Mrd CHF zu, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) am Mittwoch mitteilte. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 3% auf 281 Mrd CHF, während sich die Bilanzsummen zusammengezählt um 3,7% auf 455 Mrd CHF ausweiteten.

«Fortdauernde Herausforderung»
Das niedrige Zinsniveau erweise sich aber als fortdauernde Herausforderung, betont der VSKB. Neben Erhitzungstendenzen am Immobilienmarkt in einigen Schweizer Regionen bröseln den Kantonalbanken auch die Margen zusammen.

Handelsgeschäft deutlich zurückgegangen
Ein weniger glückliches Händchen hatten die Staatsinstitute im ersten Halbjahr an den Börsen: Das Handelsgeschäft ging um 11,2% auf knapp 400 Mio CHF zurück, mit den Kommissionen und Dienstleistungen nahmen die Banken wegen vorsichtiger gewordenen Anlegern mit 1,1 Mrd CHF 2,2% weniger ein.

Kosten gesenkt
Der Bruttogewinn aller Kantonalbanken ging um 1,1% auf 2 Mrd CHF zurück. Ihre Resultate konnten die Banken unter anderem deswegen steigern, weil sie die Kosten für den Sachaufwand senkten. Die Personalkosten für die insgesamt rund 19’000 Kantonalbankenangstellten erhöhten sich indessen leicht. (awp/mc/pg)

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