LUKB mit etwas gemischtem Ergebnis im ersten Quartal 2022

Daniel Salzmann
Daniel Salzmann, CEO Luzerner Kantonalbank. (Foto: LUKB)

Luzern – Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2022 ein etwas gemischtes Resultat vorgelegt. Unterm Strich blieb zwar mehr Gewinn, der Geschäftserfolg lag aber unter dem Vorjahreswert. Beim Ausblick hält die Bank an ihrem Ziel fest.

Die Kantonalbank erzielte beim Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung ein um 5,4 Prozent tieferes Ergebnis von 70,1 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte derweil ein um 1,6 Prozent höherer Konzerngewinn von 55,6 Millionen Franken, teilte die Bank am Freitag mit.

Besseres Zinsgeschäft, Handelsgeschäft tiefer
Im wichtigsten Geschäftsbereich, dem Zinsengeschäft, konnte die LUKB über die ersten drei Monate den Nettoerfolg um 1,2 Prozent auf 95,7 Millionen Franken steigern. Zulegen konnte die Bank darüber hinaus im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+9,2% auf 31,7 Mio Fr.). Dies zeige, dass man mit der Verbreiterung der Ertragsbasis «auf gutem Weg» sei, so die Bank.

Hingegen ging das Handelsgeschäft nach dem starken Ergebnis im Vorjahr um 14 Prozent auf 13,3 Millionen Franken zurück. Der gesamte Geschäftsertrag lag mit 146,0 Millionen knapp – nämlich um 0,7 Prozent – unter dem Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil um 2,6 Prozent auf 66,4 Millionen Franken. Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich per Ende des Quartals auf 44,0 Prozent (2021: 42,6%).

Bilanzsumme gesteigert
Die Bilanzsumme der Kantonalbank legte per Ende März auf 53,87 Milliarden Franken zu und lag damit um 2,0 Prozent über dem Wert von Ende 2021. Dabei konnte die Bank im Hypothekargeschäft weiter zulegen: Die Hypothekarforderungen nahmen in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,4 Prozent auf 33,2 Milliarden zu.

In der Position Kundenausleihungen sind nach weiteren Rückzahlungen nun noch Covid-19-Kredite in der Höhe von 157,5 Millionen Franken enthalten (Höchststand Ende Juli 2020: 248,1 Millionen Franken).

Derweil verzeichnete die LUKB im ersten Quartal einen tieferen Nettoneugeldzufluss von 419 Millionen Franken (VJ 652 Mio). Zudem verringerten sich unter Berücksichtigung der negativen Performance die von der LUKB betreuten Kundenvermögen bis Ende März um 1,1 Prozent auf 36,5 Milliarden Franken.

Ausblick bestätigt – Aktie unaufgeregt
Nach dem ersten Quartal hält die LUKB an ihrem Gewinnziel für das Gesamtjahr fest. Es werde unverändert ein Konzerngewinn in Höhe des Vorjahres angestrebt. 2021 lag dieser bei 221,4 Millionen Franken. Die Bank sei sich aber bewusst, dass die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs noch nicht abschätzbar seien.

An der Börse geht der Aktienkurs am Freitagvormittag in einem freundlichen Marktumfeld um 0,2 Prozent zurück. Der ZKB zufolge hat die LUKB die hohen Erwartungen an die Qualität erfüllt und damit ihre Verlässlichkeit unter Beweis gestellt. Dies dürfte sich vor allem in nervösen Märkten und weniger im klassischen Bullenmarkt auszahlen, schreibt Analyst Michael Kunz. (awp/mc/pg)

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